"Abfallkübel sind zugeklebt, damit man keine Böller reinwerfen kann", berichtet ein 20-Minuten-Reporter aus Berlin. Die Stimmung sei bereits ziemlich aufgeheizt. Extrem viele junge Männer sind auf der Straße, es fliegen bereits jetzt Böller auf Augenhöhe durch die Luft. Die Polizei kommt alle paar Sekunden mit einem weiteren Kastenwagen herangerast.
Sowieso ist die ganze Sonnenallee abgesperrt, wer rein will, wird kontrolliert. Die Berliner Polizei hat seit einigen Stunden damit begonnen, Verbotszonen für Böller und anderes Feuerwerk einzurichten. Auf einer Strecke von mehreren hundert Metern wurden auf der Sonnenallee in Neukölln Absperrgitter an den Gehwegen aufgestellt.
Passanten müssen ihre Taschen vorzeigen, weil in den Zonen auch die Mitnahme von Feuerwerk untersagt wurde. Die Polizei war mit mehreren Teams vor Ort, an den Straßenecken stehen Polizisten. Ein Helikopter kreist über dem Gebiet. "Es ist sehr unheimlich, um ehrlich zu sein", sagt 20 Minuten-Reporter Luca La Rocca. Auch anderswo ist die Stimmung am Kochen. Im Berliner Stadtteil Charlottenburg randalierten fünf Jugendliche. Sie sprangen auf einem Mietwagen herum, wie die Polizei schreibt. Einer hatte dabei eine Waffe in der Hand.
In Kreuzberg in Berlin würden Jugendliche mit Schreckschusswaffen schießen, meldet die Polizei auf X. "Einen haben wir erwischt und ihm die Schreckschusswaffe abgenommen." In Moabit wurde aus einem Auto heraus in die Luft geschossen. In Schöneberg zünden Menschen auf einem Baumarkt-Parkplatz ein "gewaltiges Feuerwerk". Sicherheitskräfte sind im Einsatz. Wie das Unfallkrankenhaus Berlin via X schreibt, bereitet man sich auf einen OP-Marathon in der Silvesternacht vor. Besonders gefordert sein werde das Team der Handchirurgie.