Das sah niemand kommen

Bohlen überrascht mit Kritik an DSDS: "Eine Illusion"

Nach über zwei Jahrzehnten bei "DSDS" warnt Bohlen vor Illusionen und erklärt, warum die Show kein Heilsversprechen für Karriere-Träume mehr ist.
Heute Entertainment
08.03.2026, 22:17
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Schon 22 Jahren sitzt Dieter Bohlen bei "DSDS". Jetzt zieht der Poptitan ein nüchternes Fazit über die Castingshow.

"Die Leute, auch die Medien, kritisieren uns ja immer und höhnen, dass wir noch nie einen echten Superstar gefunden haben. Vielleicht ist dieser Ausdruck 'Superstar' auch nicht der richtige. Der ist wirklich ein bisschen aus der Zeit gefallen", erklärt Dieter Bohlen gegenüber "Bild". Bumm. Das kommt sehr überraschend.

Statt märchenhafter Aufstiege verspricht die Show heute nur noch eines: einen "Beschleuniger" oder ein "Trittbrett", um Talente zu präsentieren. Nicht mehr, um sie über Nacht zu Stars zu machen.

Bohlen wird deutlich: "Die Leute, die denken, sie haben gewonnen und können jetzt ihr Leben lang von diesem einen Sieg bei DSDS leben. Das ist eine Illusion." Niemand sei über Nacht Nummer eins in den Charts geworden, selbst wenn er oder sie in der Show gefeiert wurde. "Es bringt doch nix, jemandem vorzumachen, dass er was kann, wenn er einfach nix kann. So funktioniert das nicht mehr in der harten Musikbranche."

Bohlen lässt Superstar-Traum platzen

Selbst die Konkurrenz durch Technologie verschärft die Realität: "Wir haben inzwischen auch noch die Konkurrenz über KI. In Amerika sind die ersten KI-Nummern schon auf Platz 1 der Charts. Es stimmt überhaupt nicht, dass diese KI-Nummern gefühllos sind. Die singen besser als jeder Kandidat."

Bohlen spricht damit erstmals öffentlich über die Grenzen von DSDS – und überrascht mit einem ehrlichen Blick hinter die Kulissen: Nicht jeder Sieg ist ein Durchbruch, und nicht jeder Teilnehmer wird ein Superstar. Ein Blick, der sowohl Kandidaten als auch Zuschauer wachrütteln dürfte.

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