Der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro, der wegen eines gescheiterten Umsturzversuchs verurteilt wurde, ist laut seinem Sohn aus dem Gefängnis ins Spital gebracht worden. "Mein Vater ist wieder einmal auf dem Weg ins Krankenhaus", schrieb Flávio Bolsonaro am Freitag auf X. "Ersten Informationen zufolge ist er mit Schüttelfrost aufgewacht und hat sich heftig übergeben", ergänzte Flávio Bolsonaro, der selbst Senator ist und als möglicher Präsidentschaftskandidat gilt.
Jair Bolsonaro musste seit Beginn seiner Haftstrafe im November schon mehrmals ins Spital eingeliefert werden. Der 70-Jährige hat gesundheitliche Probleme, weil er 2018 im Wahlkampf bei einem Messerangriff eine Bauchverletzung erlitten hat. Damals musste er mehrmals operiert werden.
Bolsonaro, der als rechtsextrem gilt, war von 2019 bis 2022 Präsident von Brasilien. Im September 2023 wurde er schuldig gesprochen, seine Anhänger am 8. Jänner 2023 zur Erstürmung des Obersten Gerichts, des Präsidentenpalasts und des Kongresses in Brasília angestiftet zu haben. Er soll einen versuchten Umsturz organisiert haben, um seine Wahlniederlage gegen seinen linken Nachfolger Luiz Inácio Lula da Silva rückgängig zu machen. Bolsonaro wurde zu 27 Jahren Haft verurteilt.