Belästigung hinter Gittern

Sex-Sprüche: Häf'n-Beamter muss 2000 Euro Strafe zahlen

Ein Justizwachebeamter belästigte Frauen mit derben Sprüchen, gab unerwünschten Einblick in sein Sexleben – Geldstrafe, Gehaltsabzug!
Wien Heute
11.02.2026, 18:30
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Ein Abteilungskommandant der Justizwache soll Kolleginnen und Insassen in einem Gefängnis mit sexistischen Sprüchen belästigt haben, wurde nun laut "Presse" rechtskräftig dafür nun in Wien schuldig gesprochen. Der Beamte hatte laut Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts in Wien zu mehreren Zeitpunkten "unangemessene, sexuell anzügliche Äußerungen gegenüber weiblichen Bediensteten" getätigt.

"Weiber für meinen Keller"

So äußerte der Mann angeblich mehrfach: "Die Weiber (gemeint sind Insassinnen, Anm.) sind für nichts zu gebrauchen außer für meinen Keller, da wüsste ich, was ich mit ihnen machen würde." Ebenfalls wortwörtlich soll er gesagt haben: "Ich liebe Titten mehr als f****." Er könne nur Sex ohne Kondom haben, "da der Geschlechtsverkehr bei mir mindestens 30 Minuten dauert".

2.000 Euro Strafe, Gehaltsabzug

Laut Gericht in Wien habe der Justizwachebeamte mit seinen verwerflichen Sprüchen gegen mehrere Dienstpflichten und Bestimmungen des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes verstoßen. Es handle sich um schuldhafte Dienstpflichtverletzungen. Für diese Verfehlungen verhängte das Bundesverwaltungsgericht eine Disziplinarstrafe von 2.000 Euro. Zusätzlich muss der Mann einen Kostenbeitrag in Höhe von 10 Prozent seines Monatsbezugs leisten. "Die Presse"-Rechtspanorama berichtete zuerst über den Fall.

"Immer wieder Sex-Anspielungen"

In dem Verfahren wurden zahlreiche Zeuginnen und Zeugen einvernommen, darunter mehrere Insassinnen sowie Justizwachebeamte und Vorgesetzte. Eine Zeugin schilderte, der Beschuldigte habe "immer wieder sexuelle Anspielungen" gemacht und offen über sein Sexleben gesprochen. Seine Sprüche hätten nichts mit dem Dienst zu tun gehabt.

Ramponierter Ruf

Der Mann selbst bestritt die Vorwürfe. Er gab an, von den Anschuldigungen überrascht worden zu sein. Von einem Teil der Vorwürfe wurde er freigesprochen – die Geldstrafe ist fix, sein Ruf dürfte wohl nachhaltig beschädigt sein.

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