Bombenanschlag nach Weihnachtsgottesdienst

Bei Anschlägen in überwiegend von Christen bewohnten Vierteln der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Weihnachtstag mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Allein 14 Personen starben am Mittwoch nach Angaben der Polizei, als nach einem Weihnachtsgottesdienst eine Bombe in einem nahe der Kirche geparkten Auto detonierte.

Die Explosion ereignete sich, während die Gläubigen das Gotteshaus verließen. Bei den Opfern handelt es sich den Angaben zufolge überwiegend um Christen. Zwei weitere Bomben explodierten auf einem belebten Markt. Dabei kamen zahlreiche Menschen ums Leben, Mediziner berichteten von 50 Verletzten.

Im Irak hat die Gewalt zuletzt deutlich zugenommen. Sunnitische Aufständische wie die Extremistenorganisation Al Kaida verstärkten ihre Angriffe. Sie attackieren Zivilisten, Sicherheitskräfte und mutmaßliche Unterstützer der von Schiiten geführten Zentralregierung in Bagdad. Allein in dieser Woche starben zahlreiche schiitische Pilger. Der schiitische Feiertag Arbaein fällt in diesem Jahr mit Weihnachten zusammen.

In der Vergangenheit waren auch immer wieder Christen Ziel von Angriffen. So wurden bei einem Anschlag auf eine Kirche 2010 Dutzende Menschen getötet.

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