Bonus-Forderung "in letzter Durstphase der Pandemie"

Die Tourismusbranche hofft auf eine stärkere Hilfspolitik.
Die Tourismusbranche hofft auf eine stärkere Hilfspolitik.Getty Images/iStockphoto
Die Wirtschaftskammer Österreich fordert eine "Verlängerung und Verbesserung" der Corona-Finanzhilfen. Sonst würden viele Betriebe nicht mehr öffnen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wendete sich am Karsamstag mit einer rund fünfminütigen Ansprache an die Bevölkerung. Kernaussagen: In den nächsten 100 Tagen soll jeder, der sich impfen lassen möchte, das Angebot für zumindest die Erstimpfung erhalten. Und: Im Mai soll ein "Wendepunkt" erreicht werden können, "wo sich die Situation in den Spitälern entspannt und wir endlich auch all die Öffnungsschritte setzen können, die wir alle so dringend erwarten".

Skeptisch zeigte sich daraufhin Gesundheitsminister Rudi Anschober: Die Öffnung im Mai sei zwar schaffbar, aber nicht so wie es derzeit aussehe. Die Corona-Zahlen seien viel zu hoch und Österreich müsse innerhalb der nächsten zehn Tage die Trendwende schaffen, so Anschober. Auch Arbeitsminister Martin Kocher dämpfte die Hoffnungen: Bei einem Corona-Gipfel am Dienstag könne er nicht ausschlie0en, dass es auch wieder um einen Komplett-Lockdown gehen werde.

"Weiterhin Solidarität zur Erhaltung der wertvollen touristischen Infrastruktur"

Von einer "immer dramatischer werdenden wirtschaftlichen Situation" spricht dagegen die Wirtschaftskammer, Bundesspartenobmann Robert Seeber mahnt "weiterhin Solidarität zur Erhaltung der wertvollen touristischen Infrastruktur" ein, und stützt sich voll auf die Kanzler-Ansage, dass es im Mai eine Öffnungsperspektive gebe. Damit dann aber die Betriebe aufsperren können, sei aber eine Reihe von Maßnahmen fällig, so Seeber in einer Aussendung der WK.

Eingefordert werden: Ein auf Dauer des Lockdowns verbesserter Ausfallsbonus, die Prolongierung der Kurzarbeitsprämie, die Erhöhung der Deckelung des Fixkostenzuschusses von 1,8 auf 3 Millionen Euro. sowie die Verlängerung und Erweiterung der reduzierten Mehrwertsteuer. Die Branche brauche "jetzt in der letzten Durstphase der Pandemie weiterhin Unterstützung, wenn wir nicht wollen, dass viele unschuldig in Not geratene Betriebe (...) vom Markt verschwinden".

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