Arbeitsminister schließt Komplett-Lockdown nicht aus

Arbeitsminister Martin Kocher.
Arbeitsminister Martin Kocher.HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com
Verhängt die Regierung einen neuen, harten Komplett-Lockdown? Arbeitsminister Martin Kocher hofft es nicht, kann das aktuell aber nicht ausschließen.

Arbeitsminister Martin Kocher könne "nicht vorgreifen", ob beim Corona-Gipfel am Dienstag auch ein neuer bundesweiter Lockdown Gesprächsthema sein wird, wie er im Ö1-"Mittagsjournal" am Karsamstag sagte. Zusammen mit Experten, den Landeshauptleuten und der Opposition werde man über mögliche Maßnahmen beraten. "Es wird sehr stark davon abhängen, wie die Zahlen interpretiert werden", so Kocher. Entscheidend sei die Lage auf den Intensivstationen.

"Was wir alle nicht hoffen"

"Ich glaube, dass man mit der regionalen Strategie ganz gut gefahren ist bisher", so der Minister. Ob das weiter so bleibe, müsse am Dienstag besprochen werden. "Was wir alle nicht hoffen" sei jedenfalls ein bundesweiter Lockdown. Was die Verlängerung der Kurzarbeit bis März 2022 betrifft, sei noch keine Entscheidung gefallen, so Kocher, es brauche aber eine Verlängerung, dann eine Übergangszeit und dann ein permanentes Modell der Kurzarbeit, so der Minister.

"Starrt wie das Kaninchen auf die Schlange"

Heftige Kritik an Kochers Worten kam von der FPÖ. "Arbeitsminister Kocher starrt in der Corona-Krise auf die Zahlen, die ihm seine Regierungskollegen präsentieren, wie das Kaninchen auf die Schlange. Eigene Initiativen oder wenigstens ein Bemühen, noch größeren Schaden von den heimischen Arbeitnehmern abzuwenden, sind nicht erkennbar", so FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch. Sie kritisiert auch, dass sich Kocher nicht "gegen einen weiteren bundesweiten Lockdown" aussprach.

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