Boris Becker hat scheinbar genug von Deutschland. In einem Interview mit der britischen Zeitung "The Telegraph" sprach der 58-Jährige offen über seinen Frust mit seiner Heimat und den dortigen Medien.
"Die Deutschen halten mich, bei allem Respekt, für ihr Eigentum", erklärt die Tennis-Legende. Es sei, als würden sie ihn besitzen – und noch mehr den 17-Jährigen, der 1985 als jüngster Spieler Wimbledon gewann.
Wie promiflash.de unter Berufung auf "The Telegraph" berichtet, lebt Becker inzwischen mit seiner Frau Lilian de Carvalho Monteiro und der gemeinsamen Tochter in Italien. Dort fühle er sich von den "Schatten der Vergangenheit" nicht mehr verfolgt.
"Ich habe das Gefühl, dass der 58-jährige Boris nicht wirklich das Recht hat, zu leben, keine Meinung zu haben, zu widersprechen oder Nein zu sagen", so der Ex-Tennisprofi über die Situation in Deutschland.
Bitter: Nach seiner Haftentlassung im Dezember 2022 musste Becker feststellen, dass sich viele Menschen von ihm abgewandt haben. "Ich würde sagen, dass 90 Prozent meines ehemaligen Freundeskreises verschwunden sind. Wahrscheinlich sogar 95 Prozent", gibt er zu.
In Italien hingegen werde er gemocht und respektiert, ohne dem Land zu "gehören". Das erleichtere seinen Alltag deutlich, so der dreifache Wimbledon-Sieger.