Am Dienstagabend geht es für Bosnien-Herzegowina und Italien um alles: Im Playoff-Finale der WM-Qualifikation kämpfen beide Teams um das letzte Ticket für die Endrunde 2026. Doch schon vor dem Anpfiff sorgt ein ungewöhnlicher Vorfall für Gesprächsstoff.
Wie das bosnische Portal "Sport Sport BA" berichtet, soll ein Angehöriger der EU-Militärmission EUFOR ein Training der bosnischen Nationalmannschaft beobachtet und dabei mit dem Handy gefilmt haben. Der Vorfall soll sich am Montag nahe Zenica ereignet haben, rund 70 Kilometer vom EUFOR-Stützpunkt in Butmir entfernt.
Aus dem Umfeld des Teams heißt es, der Mann habe sich außerhalb des Trainingsgeländes positioniert und längere Zeit Aufnahmen gemacht. Mitglieder des Trainerstabs und des Sicherheitsteams wurden darauf aufmerksam und schritten ein. Demnach wurde der Soldat auf die geltenden Regeln hingewiesen, woraufhin er das Filmen beendete.
Der bosnische Fußballverband reagierte laut Bericht und brachte eine Beschwerde bei der EUFOR-Mission ein. Unklar ist weiterhin, ob der Mann auf eigene Initiative handelte oder in irgendeinem Zusammenhang mit der italienischen Nationalmannschaft steht. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.
Sportlich ist die Ausgangslage klar: Italien steht nach dem 2:0-Erfolg über Nordirland unter Druck, nachdem die letzten beiden Weltmeisterschaften verpasst wurden. Bosnien setzte sich im Halbfinale im Elfmeterschießen gegen Wales durch. Der Sieger des Duells in Zenica löst das letzte europäische Ticket für die WM 2026.