Botschaftsbewacher überfüllen Polizei-Pausenräume

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat sich am Mittwoch die Bewachung der Botschaften in Wien durch das Bundesheer vor Ort angesehen. Es herrscht Zufriedenheit mit dem Einsatz. Die Polizei ist arbeitstechnisch entlastet, die Pausenräume hingegen überlastet.
Verteidigungsminister ) hat sich am Mittwoch die Bewachung der Botschaften in Wien durch das Bundesheer vor Ort angesehen. Es herrscht Zufriedenheit mit dem Einsatz. Die Polizei ist arbeitstechnisch entlastet, die Pausenräume hingegen überlastet.

Die Wiener Polizei werde durch den Assistenzeinsatz des Bundesheers "massiv entlastet", sagte Doskozil im Rahmen eines Fototermins vor der britischen Botschaft am Mittwoch. Seit 1. August bewachen nicht mehr Polizisten die Objekte der 24 Botschaften in Wien, sondern Soldaten.

110 von ihnen sind im Einsatz, weitere 60 sollen noch dazukommen. In den nächsten Wochen soll entschieden werden, ob die Aufgabenbereiche des Bundesheeres erweitert werden: "Man kann durchaus diskutieren, diese Einrichtungen um das eine oder andere Objekt zu erweitern", so Doskozil.

Polizei-Pausenräume voll

Doch ein ungewöhnliches Problem tut sich auf: Wenn die Soldaten Pause haben, wird es eng in den Polizeidienststellen: "Dort wo Bundesheerüberwachungspersonal anwesend ist, wird es eng. Da stehen viele Sachen herum. Dafür braucht man Räumlichkeiten, Betten, Tische, Kästen, all das was jemand benötigt, der sich zu einer Ruhepause zurückzieht", so Harald Segall von der Polizeigewerkschaft (FSG).

"Wesentliche Entlastung"

Johann Golob, Leiter der Pressestelle der Wiener Polizei zeigt sich ob des Platzproblems optimistisch und freut sich über die Entlastung: "Durch diesen Assistenzeinsatz des Bundesheeres ist eine wesentliche Entlastung für die Wiener Polizei gegeben. Das beträgt im Jahr 250.000 Mann- und Fraustunden, die nicht nur für eine Überwachung eines Objektes verwendet werden können, sondern operativ eingesetzt werden können."
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