Wien

Brand im Lobau-Camp: Feuer offenbar mutwillig gelegt

Nach dem Feuer im Wiener Lobau-Camp verhärten sich die Hinweise auf Brandstiftung. Die Flammen dürften mit Brandbeschleuniger gelegt worden sein.

Heute Redaktion
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Nach dem Feuer im Camp der Lobau-Aktivisten geht die Wiener Polizei dem Verdacht der Brandstiftung nach.
Nach dem Feuer im Camp der Lobau-Aktivisten geht die Wiener Polizei dem Verdacht der Brandstiftung nach.
Florian Wieser / APA / picturedesk.com

In der Nacht auf Freitag ging kurz nach 2 Uhr eine Holzhütte im Lobau-Camp in der Hirschstettner Straße 44 (Donaustadt) in Flammen auf, wir haben berichtet. Brandermittler sicherten die Spuren vor Ort und auch Polizeihunde wurden eingesetzt, die an mehreren Stellen anschlugen. Der dringende Verdacht, dass das Feuer mit Hilfe von Brandbeschleunigers gelegt wurde, wird immer wahrscheinlicher. "Noch läuft die Auswertung, doch der Verdacht der Brandstiftung liegt nahe", so ein Polizeisprecher gegenüber "Heute".

Auch Verfassungsschutz ermittelt

Zur Zeit des mutmaßlichen Brandanschlag befanden sich acht Aktivisten im Holzturm. Sie alle konnten den Flammen unverletzt entkommen und gaben gegenüber der Polizei an, eine Flüssigkeit wahrgenommen zu haben. Ein Zeuge, der einen sich entfernenden Radfahrer wahrgenommen hat, ist ebenfalls befragt worden.

Neben den Polizeiermittlungen hat sich auch der Verfassungsschutz eingeschalten. Grund dafür ist, dass das Camp als eine Art Kundgebung durch die Verfassung geschützt ist. Ihren Protest wollen die Aktivisten trotz des Brandanschlags nicht aufgeben. Nach den Aufräumarbeiten ist im Camp bereits in kürzester Zeit eine neue Hütte entstanden. Aufgehängt wurde auch ein großes Transparent mit der Botschaft: "Häuser brennen, Träume nicht".

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