Dichter, beißender Rauch dringt aus den Fenstern. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte steht die Wohnung im ersten Stock eines Mehrparteienhauses bereits in Vollbrand – Flammen schlagen aus einem der Fenster auf der Hofseite.
Nachts, gegen 2.30 Uhr schrillte plötzlich der Alarm bei der St. Pöltner Stadtfeuerwehr. Eilig waren Einsatzkräfte zusammengestellt worden. Vor Ort beginnt der Atemschutztrupp sofort mit der Brandbekämpfung, während die Leitstelle "Florian St. Pölten" Alarmstufe 2 auslöst.
Zwar konnten sich mehrere Bewohner ins Freie retten, doch mussten insgesamt 25 Menschen von der Feuerwehr über das Stiegenhaus mithilfe von Fluchthauben in Sicherheit gebracht werden. Parallel dazu suchten Einsatzkräfte die betroffene Wohnung nach Personen und Tieren ab. Die Feuerwehr stand mit mehreren Fahrzeugen und zahlreichen Kräften im Einsatz.
Zwei stark mitgenommene Katzen konnten noch gerettet werden, mussten aber vom zuvor eingetroffenen Rettungsdienst mit Sauerstoff versorgt werden. Für eine dritte Katze kam jede Hilfe zu spät – sie konnte nicht mehr gerettet werden.
Fünf Personen wurden vom Roten Kreuz und dem Samariterbund St. Pölten medizinisch untersucht. Vier von ihnen, darunter zwei Mütter mit ihren Kindern, mussten sofort ins Krankenhaus gebracht werden.
Insgesamt waren 45 Einsatzkräfte der Feuerwehren St. Pölten-Stadt, Wagram und Viehofen standen im Einsatz. So konnte das Übergreifen der Flammen auf andere Teile des Gebäudes verhindert werden. Die Brandursache dürfte laut Feuerwehr ein E-Scooter gewesen sein.