Brandstätter bekommt Neos-"Wildcard"

Selfie zum Start: Brandstätter mit Meinl-Reisinger.
Selfie zum Start: Brandstätter mit Meinl-Reisinger.Bild: Neos

Sein Bewerbungsschreiben in Buchform über Türkis-Blau war also erfolgreich: Neos-Chefin Meinl-Reisinger präsentierte am 25.7 Ex-"Kurier"-Chef Brandstätter als Quereinsteiger auf der pinken Liste.

Viele Jahre lang hat Helmut Brandstätter die Politik kommentiert (und sich zuletzt auf Kurz eingeschossen), jetzt macht er sie selbst. Sofern die Neos-Mitgliederversammlung am Samstag, den 27.7, ihren Sanctus gibt, kandidiert er auf Platz zwei, hat damit ein Nationalratsmandat fix.

Quereinsteiger

Brandstätter sei der "ideale Partner", so Parteichefin Meinl-Reisinger, sie freue sich auf eine "eheliche Zukunft". Sie wolle "Widerspruch haben, auch in den eigenen Reihen".

Der Quereinsteiger selbst bezeichnete die Pläne einer Sicherungshaft für gefährliche Asylwerber von Ex-Innenminister Kickl als "Schlüsselmoment"für seine Kandidatur. Die Neos hätten als einzige klar dagegen Stellung bezogen.

"FPÖ verhindern"

Die Themenbereiche für Brandstätter stehen noch nicht fest. Fix ist, dass er kein Parteimitglied wird – und als Koalitionspartner nur die FPÖ ausschließt. Das brachte ihm blaue Kritik ein: "Mit Brandstätter reiht sich eine weitere Person aus dem linken Spektrum in den Kreis jener ein, denen es nur darum geht, die

FPÖ zu verhindern", so General Vilimsky.

Der 64-Jährige will die vollen fünf Jahre im Nationalrat bleiben: "Wenn ich gesund bin." Irmgard Griss, die 2017 mit einer Neos-"Wildcard" in den Nationalrat gekommen war, gelingt das ja wegen der vorgezogenen Wahl nicht.

Brandstätter wollte schon Jörg Haider beraten

Helmut Brandstätters erste journalistische Station war 1982 die ORF-Auslandsredaktion. Von 1984 bis 1991 war er Korrespondent in Bonn und Brüssel, wurde dann Dokumentationschef. Weitere Stationen im TV: der deutsche Nachrichtensender n-tv und der Wiener Privatsender Puls TV.

2005 gründete er die Agentur "Brandstätter Business Communications2. Mit der suchte er auch Kontakt zu Ex-BZÖ-Chef Haider, stellte ihm bei einem Treffen seine Beratungsleistungen vor. Laut einem Wegbegleiter Haiders blieb es bei diesem einen Treffen. Beraten hat er aber später einen Haider-Nachfolger, Josef Bucher. 2010 verkaufte er seine Anteile und ging zum "Kurier".

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