Die Linzer Christkindlmärkte locken seit dem Wochenende wieder mit Schmankerl und Punsch. Eine nicht so schöne Bescherung brachte die Teuerung z.B. in Wien, dort kostet ein Häferl Punsch (mit Extra-Schuss Alkohol) bis zu 7,50 Euro.
In Linz blättert man für den klassischen Punsch heuer rund vier Euro hin. Wer etwas ganz Spezielles will, beispielsweise einen Eierlikörpunsch (5,50 €) mit Extra-Zutat (50 Cent), zahlt dafür sechs Euro.
13 Stück heiße Maroni gibt‘s am Hauptplatz um 4 Euro, drei Stück Bratwürstel mit Kraut und Semmerl kosten dort 6,20 Euro. Im Jahr 2016 bekam man sie noch um 4,20 Euro, das ist eine satte Steigerung von fast 50 Prozent!
Aber immerhin: Es geht auch noch teurer. Am Linzer Urfahranermarkt kosteten Bratwürstel heuer schon 7,20 Euro, wer ein Grillhendl wollte, musste überhaupt 13,80 Euro bezahlen. Und ein Bier kostete am Urfix schon 6,40 Euro.
Die Teuerung betrifft derzeit die gesamte Gastronomie. Angesichts der immer weiter steigenden Inflation waren die Preissteigerungen beim Urfahrmarkt und auch bei den Christkindlmärkten (wo sie relativ moderat ausfielen) absehbar.
Die Teuerungswelle bekommen Gastronomiebetriebe besonders stark zu spüren. Die Rohstoffpreise schießen nach oben, Personalkosten steigen laufend. Seit Frühjahr 2022 geht es deshalb bei den Preisen in Wirtshäusern und anderen Lokalen stetig nach oben.
Schon im Vorjahr hatte Festzeltwirt Patrick Stützner im Gespräch mit "Heute" betont, wie stark die Kosten in der Gastronomie angestiegen sind. Frittierfett beispielsweise, aber auch die Energiekosten. Schon im Frühjahr sagt Stützner: "Eigentlich müssten wir für das Bier sieben Euro verlangen, aber das hab ich mich nicht getraut".
Die hohen Preise haben Auswirkungen: "Auf das dritte oder vierte Bier wird verzichtet", stellte Wirtesprecher und Gastronom Thomas Mayr-Stockinger einen allgemeinen Trend fest. Im Vergleich zu 2019 – also zu Vor-Corona-Zeiten – fehlt bei der konsumierten Biermenge "noch Einiges".