Das Forschungsgebiet von Gero Miesenböck (54) ist die Optogenetik. Sie beschäftigt sich damit, wie man lichtempfindliche Moleküle ins Gehirn einschleust und durch Licht gewisse Vorgänge auslösen kann.
Durch die Erforschung von Lichtimpulsen könnten Erkrankungen wie Parkinson oder Epilepsie heilbar werden.
Der Datenanalysekonzern Clarivate Analytics hat den Neurowissenschafter jetzt unter die Favoriten für den heurigen Medizinnobelpreis gereiht. Gemeinsam mit seinen Kollegen Ernst Bamberg und Karl Deissroth hat Miesenböck für die Entwicklung der Optogenetik gute Chance auf die begehrte Auszeichnung. 19 Forscher sind insgesamt auf dieser Liste.
Miesenböck wurde am 15. Juli 1965 in Braunau geboren, studierte an der Uni Innsbruck Medizin. 1993 promovierte er dort. Als Schrödinger-Stipendiat ging er anschließend nach New York. 2007 ging er nach Oxford, um an der Uni Physiologie zu unterrichten.
Kommenden Montag wird der Medizin-Nobelpreisträger bekannt gegeben.