10 Jahre EU-Austritt

Brexit bremste britische Wirtschaft um 6 Prozent

Laut einer aktuellen Studie hat der Brexit das britische Wirtschaftswachstum deutlich gebremst. Die Folgen sind auch nach zehn Jahren spürbar.
Newsdesk Heute
19.06.2026, 09:18
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die britische Wirtschaft hat durch den Brexit einen Einbruch von etwa sechs Prozent erlitten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Wirtschaftsdaten, die auf internen Erhebungen der Bank of England basiert. Untersucht wurden dabei Entscheidungen, Einschätzungen und finanzielle Ergebnisse von Tausenden britischen Unternehmen seit dem Brexit-Referendum vor zehn Jahren.

Die Studie versuchte zu rekonstruieren, wie sich das Vereinigte Königreich ohne den EU-Austritt entwickelt hätte. Ein großer Teil des wirtschaftlichen Schadens sei auf die Unsicherheit nach dem Referendum zurückzuführen, und der Rest auf höhere Handelsbarrieren mit der EU seit 2021.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Einige Kritiker sehen die Studie allerdings kritisch. Sie bemängeln, dass Entwicklungen wie das starke Wachstum der US-Technologiebranche oder die Energiekrise in Europa nicht ausreichend berücksichtigt wurden.

Einfluss auf Produktivität und Handel

Der britische Professor Nick Bloom von der Stanford University, Mitautor der Studie, betont: "Im Fall des Brexits gab es erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf das Vereinigte Königreich, aber sie entwickelten sich allmählich über das Jahrzehnt." Auch der Gouverneur der Bank of England, Andrew Bailey, erklärte kürzlich, dass die Wirtschaftsleistung und das Wachstum durch den Brexit gebremst wurden. Besonders die Verkleinerung des Exportmarktes habe negative Effekte gehabt.

Bailey sagte allerdings auch, dass die Finanzdienstleistungsbranche weniger stark betroffen war als ursprünglich befürchtet. Dennoch bleibe die Modellierung der genauen Brexit-Auswirkungen schwierig, weil weitere globale Krisen die Ergebnisse verzerren könnten.

Die Analyse wurde von Bloom gemeinsam mit Ökonomen der Bank of England verfasst, die vollständigen Zugang zu den Bankdaten hatten. Allerdings betont die Studie, dass die Ergebnisse nicht zwingend die offizielle Meinung der Bank widerspiegeln.

{title && {title} } red, {title && {title} } 19.06.2026, 09:18
Jetzt E-Paper lesen