Hilft diese Box dort, wo es mit dem WLAN scheitert?

Mit dem Fritz! Repeater 3000 hat das deutsche Unternehmen AVM ein neues Produkt am Start. Es soll dort Abhilfe schaffen, wo andere Repeater scheitern.
Die Paradedisziplin von AVM sind eigentlich die Fritzboxen. Die Router dominieren den deutschen Markt, werden auch in Österreich immer beliebter. Das neueste AVM-Produkt ist allerdings der Repeater 3000. Bei einem Repeater handelt es sich um einen Signalverstärker, in diesem Fall um ein Gerät, das die Reichweite des WLAN-Signals vergrößert.

Das 3000er-Produkt ist dabei für absolute Härtefälle gedacht. Während AVM kleinere Geräte für Wohnungen zur Verfügung stellt, ist der Einsatz der Repeater 3000 eher für große Häuser mit mehreren Etagen gedacht. Und: Er muss nicht zwangsläufig mit einer Fritzbox eingesetzt werden, sondern kann sich genauso mit beinahe allen möglichen Routern verbinden. Das Meiste aus der Technik holt man aber mit einer Fritzbox raus.

Genutzt werden vom Repeater drei Funkeinheiten (2 x 5 GHz, 1 x 2,4 GHz), er bietet Mesh-Anbindung, zwei Gigabit-LAN-Ports und Datenraten bis zu 1.733 MBit/s + 866 Mbit/s (5 GHz) sowie 400 Mbit/s (2,4 GHz) im WLAN. Außerdem kann das Gerät nicht nur als Repeater eingesetzt werden, sondern sich per LAN-Kabel am Router auch zur WLAN-Basis machen lassen. In der Packung findet sich dazu neben dem Netzteil auch ein LAN-Kabel.

Praktischer geht es nicht

Getestet wurde aber primär der Repeater-Betrieb. Schon vor dem Betrieb ist klar: Maximalgeschwindigkeit bekommt man nur mit einer (aktuellen) Fritzbox – dann nämlich verbindet sich der Repeater mit einem 5-Ghz-Band mit der Box und fährt volles Daten-Programm. Dennoch kann er sich auch mit WLAN-Routern anderer Hersteller verbinden.

CommentCreated with Sketch.1 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Am leichtesten geht das, wenn der Router eine WPS-Taste ("Wi-Fi Protected Setup") besitzt. Dann reicht es aus, am Router die WPS-Taste und am mit Strom versorgten Repeater die rote Connect-Taste zu drücken. Bei sämtlichen WPS-fähigen Routern verbindet sich der Repeater dann automatisch, bei Fritzboxen werden zudem die Box-Einstellungen wie Passwörter automatisch übernommen. Praktischer geht es nicht.

Der Testaufbau

Doch selbst wenn der Router keine WPS-Taste hat, zeigt der Test, dass der Einsatz des Repeater 3000 möglich ist. Das nämlich über die Fritzbox-Oberfläche, die über http://fritz.repeater erreichbar ist. Mit wenigen Klicks lässt sich hier der Repeater mit der Box verbinden. Dazu muss man nur den Netzwerkschlüssel und das Passwort der verwendeten Box wissen. Schwups, ist auch in diesem Fall der Repeater mit dem Heimnetzwerk verbunden.

Abseits von Datenraten, was bedeutet das für den Nutzer im Alltag? In unserem Testaufbau hatten wir ein zweistöckiges Haus, in dem in der unteren Etage zentral der Router aufgestellt war. In dem in der oberen Etage sollte ein kleines Heim-Büro entstehen – mit WLAN-Zugang auf Smartphone, Laptop und Video-Streaming auf einem TV-Gerät. Einzig: WLAN war hier bisher keines verfügbar, auch nicht mit herkömmlichen Repeatern, die für kleinere Wohnungen ausgelegt sind.

Leichte Positionierung

Nicht nur beim Tempo, auch bei der Reichweite schlägt der Repeater 3000 hier andere Modelle. Ist er mit dem Router verbunden, sucht man sich damit einfach einen passenden Platz mit Steckdose aus. Neu verkabelt zeigt der Repeater über ein grün leuchtendes LED-Signal an, ob der Platz in ausreichender Reichweite zum Router steht. Wer es genauer haben will, kann die Fritz-WLAN-App nutzen, die die Position genauer bestimmen kann. In unserem Testfall war das bis zur Zimmertür des künftigen Büros möglich.

Und gibt es nun WLAN im Büro? Ja, und was für eines! Beim Testaufbau mit einer Fritzbox 7590 sowie dem Internettarif A1 Internet XL und einer Entfernung von rund 25 Metern zum Router konnten wir bei drei verbundenen Endgeräten (TV, Laptop, Smartphone) folgende Datenraten erreichen: 431 MBit/s (4x4), 273 MBit/s (2x2) und 418 MBit/s (WLAN-Brücke). Das bedeutet, dass der Raum und die obere Etage nicht nur komplett mit WLAN ausgefüllt, sondern auch mit einem extrem schnellen und starken Signal.

Nicht übertreiben

Während man technisch am 129 Euro teuren Repeater also nichts zu bemängeln hat, findet sich der einzige (subjektive) Kritikpunkt im Design des Geräts. Der Repeater ist so groß wie ein herkömmlicher Router,lässt sich kaum verstecken und ist nicht unbedingt der Hingucker in einer Wohnung. Das Weiß des Geräts mit dem roten Rand ist aber zumindest dezenter als das starke Rot vergangener AVM-Geräte – und im Endeffekt kommt es auf die Leistung und nicht das Aussehen an.

Apropos Leistung: Wie der Test zeigt, ist der Repeater unglaublich stark. Wer bei sich zuhause mit WLAN-Problemen kämpft, sollte sich vor der Anschaffung aber erst Kosten und Nutzen ansehen. Der Repeater 3000 schießt in kleinen Wohnungen sprichwörtlich mit Kanonen auf Spatzen und sollte eher in großen Häusern oder bei Wohnungen mit mehreren Etagen zur Anwendung kommen. Für kleinere Umgebungen gibt es günstigere Lösungen wie den 1750E, die vollkommen ausreichend sind. Und: Nur mit einer Fritzbox holt man das Beste aus dem Repeater raus. Dafür funktioniert er abseits davon auch bei solchen Entfernungen, bei denen viele andere Konkurrenten scheitern.

Macht auch Ihr WLAN Probleme? Wir schaffen Abhilfe und verlosen einen Fritz!Repeater 3000. Teilnehmen können Sie hier:


Das Gewinnspiel ist bis 30. April 2019 (23.59 Uhr) aktiv. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (rfi)

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