Nottingham-Forest-Besitzer Evangelos Marinakis zieht gegen Premier-League-Rivale Crystal Palace vor Gericht. Der griechische Unternehmer hat den Klub wegen Verleumdung verklagt. Seine Anwälte reichten die Klage am Montag ein.
Auslöser ist ein Vorfall beim Premier-League-Duell der beiden Vereine im August 2025. Beim 1:1 präsentierten Palace-Fans ein provokantes Banner, das Marinakis ins Visier nahm. Darauf waren Anspielungen auf Vorwürfe wie Erpressung, Spielmanipulation, Drogenhandel und Korruption zu sehen. Marinakis weist entsprechende Anschuldigungen zurück.
Auf dem Banner war zudem Nottingham-Profi Morgan Gibbs-White abgebildet. Marinakis wurde mit einem Geldkoffer und einer Pistole dargestellt, die symbolisch auf den Spieler gerichtet war. Hintergrund war der zuvor geplatzte Wechsel von Gibbs-White zu Tottenham. Statt nach London zu wechseln, verlängerte der Mittelfeldspieler seinen Vertrag bei Nottingham bis 2028.
Für Crystal Palace hatte die Fan-Aktion bereits Konsequenzen. Der englische Fußballverband FA verhängte im November eine Geldstrafe von 50.000 Pfund gegen den Klub. Palace habe nicht ausreichend verhindert, dass sich Anhänger unangemessen, beleidigend oder provokativ verhielten.
Hinter dem Ärger der Palace-Fans steckte auch die damalige Europacup-Entscheidung. Als FA-Cup-Sieger hätte der Klub in der Europa League antreten sollen, wurde wegen eines Verstoßes gegen die UEFA-Regeln für Multi-Club-Ownership jedoch in die Conference League zurückgestuft. Nottingham Forest rückte dafür in die Europa League nach.
Am Ende feierte Palace dennoch einen internationalen Titel und gewann unter Oliver Glasner die Conference League. Besonders brisant: Nach seinem Abschied von Crystal Palace wechselte der österreichische Trainer ausgerechnet zu Nottingham Forest.