"Ich habs getan. Ich habs tatsächlich getan. Ha, ich kanns nicht glauben", twitterte Butter gestern. In Athen hatte er seinen 196. Marathon in ebenso vielen Ländern gelaufen – und beendete seine "Running the World 196"-Challenge symbolträchtig in dem Land, aus dem der Marathonlauf stammt.
Begonnen hatte der Extremsportler sein Projekt in Kanada. Der frühere Banker hatte nach der Erkrankung eines Freundes an Prostatakrebs beschlossen, zum Kampf gegen die Krankheit beizutragen, und widmete seine einzigartige Challenge der Stiftung Prostate Cancer UK.
Binnen 22 Monaten – oder 674 Tagen – bereiste er alle Länder dieser Welt und rannte in jedem davon seine 42,195 Kilometer – im Schnitt jeden dritten Tag. Dafür verbrauchte er nach eigenen Angaben zehn Pässe, nahm 455 Flüge, sprintete durch 15 Kriegsgebiete und wurde zweimal ausgeraubt.
Er wurde von einem Auto angefahren, von einem Hund gebissen und sogar beschossen.
Um seinen Rekord "zukunftssicher" zu machen, rannte er auch in Gebieten, die dereinst eigene Länder werden könnten, darunter etwa Hongkong, und absolvierte so sogar 211 Marathons. "Das Schönste sind die 2.000 neuen Kontakte, die ich unterwegs sammelte", sagt er.
Dabei kamen bislang 74.000 Euro zusammen. Alles in allem hofft er, mit einer Spenden-Website und zwei Buchprojekten knapp 300.000 Euro spenden zu können. Und er will weiterhin "einen oder zwei" Marathons pro Woche rennen: "Ich laufe einfach gern", so Butter.