Briten wollen Österreicher werden

In den ersten drei Wochen seit dem Brexit-Referendum gingen erstaunlich viele Anfragen zur Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft in der Botschaft in London ein. Laut "Falter" ist von "rund 500" die Rede.
In den ersten drei Wochen seit dem Brexit-Referendum gingen erstaunlich viele Anfragen zur Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft in der Botschaft in London ein. Laut "Falter" ist von "rund 500" die Rede.

Vor allem Nachfahren österreichischer Juden, die in den 1930er-Jahren von den Nazis vertrieben wurden, würden sich für den österreichischen "EU-Pass" interessieren. Auch immer mehr autochthone Briten sehen die Zukunft ihres Landes skeptisch.

Ein Drittel der hoch qualifizierten Angestellten kann sich laut Studie des Stellenportals Stepstone (40.000 Befragte) einen Wechsel aufs Festland vorstellen. Hochgerechnet wären das 600.000 Fachkräfte. Und ein Viertel der Firmenbosse plant laut "Institute of Directors" vorerst keine weiteren Einstellungen.

  Mitgliedsbeitrag für EU soll nicht steigen

Mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU fallen auch die Mitgliedsbeiträge des Inselstaates aus. Ersten Berechnungen zufolge könnten Österreichs jährliche Netto-Zahlungen nach Brüssel damit um bis zu 277 Millionen Euro steigen.

Was Vizekanzler (VP) verhindern will: "Es ist notwendig, dass die EU einen Vorschlag macht, der keine Kostenerhöhung für die Netto-Beitragszahler bringt", sagte er im Ö1-Morgenjournal am Mittwoch, "unser Ziel ist es, dass wir keine Beitragserhöhungen haben." Ziel sei es, dass die EU ihr Budget umstellt.
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