Brucknerfest: Alle bunten Plätze sind noch frei

Der Vorverkauf für das Brucknerfest läuft mehr als schleppend. Ein Blick ins Online-Buchungssystem zeigt: Nur wenige Plätze sind bisher verkauft.

Der umstrittene neue künstlerische Leiter des Brucknerhauses, Dietmar Kerschbaum, krempelt derzeit alles um. Neues Konzept, neues Personal, neues Logo.

30.000 Euro hat das neue Brucknerhaus-Logo gekostet – und es ist Teil des neuen Konzepts, das Konzerthaus wieder nach vorne zu bringen, so der neue Marketing-Leiter Helmut Schmidt. Drei Jahre gebe man sich selbst dafür Zeit, sagte er im "Heute"-Gespräch.

Und der neue Pressesprecher, Peter Blaha, erklärte auch, was in der Vergangenheit falsch lief. Das Programm von Kerschbaums Vorgänger Hans-Joachim Frey sei zu provinziell gewesen.

Dementsprechend groß sind die Erwartungen, was das neue Programm betrifft. Aber: Zumindest das, was beim Brucknerfest gezeigt wird, findet (noch) keinen großen Anklang – um es noch nett zu sagen. Im Grunde ist es eine Katastrophe. Brucknerhaus-intern wird sogar vom schlechtesten Vorverkaufsstart aller Zeiten gesprochen.

"Heute" warf einen Blick auf das Online-Buchungssystem des Brucknerhauses (hier kommen Sie auf die Homepage). Dort kann man nämlich sehen, welche Plätze noch frei sind und welche schon verkauft (durchklicken in der Bildergalerie).

Und tatsächlich: Bis auf den Liederabend mit Jonas Kaufmann (26. September), gibt es noch reichlich Karten. Genauer gesagt: Fast der komplette Saal ist leer. Etwa bei "Das Wohltemperierte Klavier, Teil I" (12. September) oder beim "Orgelrecital" (10. September). Auch die Stiftsbasilika in St. Florian beim Konzert der Münchner Philharmoniker (26. September) sind noch viele Plätze frei. Und sogar bei der "Klassischen Klangwolke" (22. September), wo die Karten nur 5 Euro kosten: nur die ersten fünf Reihen sind einigermaßen verkauft.

Und das, obwohl Dietmar Kerschbaum deutlich mehr ausgibt fürs Brucknerfest, als es sein Vorgänger Frey getan hat. Nämlich: knapp 1,2 Mio. Euro. Frey kam mit 700.000 Euro aus. Übrigens: den Differenzbetrag deckt die Linz AG mit einem Kultursponsoring in Höhe von 500.000 Euro ab.

Sollten sich die Verkaufszahlen nicht noch verbessern, wird sich Kerschbaum sicher erklären müssen. Warum er mehr Steuergeld verwendet, der Erfolg aber trotzdem gering ist?

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