Brüder lagen stundenlang ohne Wasser im Kofferraum

Die beiden Brüder wurden von der Polizei eingepfercht im Kofferraum gefunden.
Die beiden Brüder wurden von der Polizei eingepfercht im Kofferraum gefunden.Bundespolizei Passau
Ein brutaler Fall von Schlepperei wurde an der Grenze zwischen OÖ und Bayern entdeckt. Zwei Brüder wurden in einen Kofferraum gepfercht.

Deutschen Beamten fiel der Wagen am Montag gegen 19 Uhr unmittelbar nach der Grenze auf der B12 am Parkplatz Hart in Bayern auf. Der Fahrer (29) und sein Beifahrer (30) aus Syrien konnten sich ausweisen, hatten deutsche Aufenthaltstitel.

Auf der Rückbank eingequetscht saßen vier weitere männliche Syrer (zwischen 22 und 31 Jahre), die sich alle nicht ausweisen konnten, offenbar in dem Wagen geschleppt wurden.

Mehrere Stunden ohne Pause

Als die Polizisten den Kofferraum öffneten, trauten sie ihren Augen kaum. Dort lagen ein 18-Jähriger und sein 12-jähriger Bruder. "Die Geschwister gaben an, dass sie seit mehreren Stunden ohne Pause unterwegs waren", so die Polizei.

Die Zustände während der Fahrt müssen schrecklich gewesen sein. "Der Fahrer habe nicht angehalten, so dass sie ihre Notdurft in Becher verrichten mussten. Zudem äußerten die Geschleusten übereinstimmend, seit mehreren Tagen nichts gegessen zu haben und sehr durstig zu sein", so die Polizei.

Ein Polizei-Sprecher sagt zu "Heute", der Wagen ist vermutlich über Braunau und Simbach nach Bayern gekommen, zuvor dürften die Schlepper stundenlang durch OÖ und den Rest Österreichs gefahren sein.

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