Die ehemalige Linke-Politikerin und Ex-Kanzlerkandidatin Sahra Wagenknecht gibt den Vorsitz der von ihr gegründeten Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) an den ehemaligen Linke-Politiker Fabio De Masi ab. Sie werde beim Bundesparteitag Anfang Dezember nicht erneut für den Parteivorsitz kandidieren und sich stattdessen als Vorsitzende einer neuen BSW-Grundwertekommission um die Schärfung des inhaltlichen Profils kümmern, sagte sie am Montag in Berlin.
De Masi ist seit 2025 fraktionsloser Abgeordneter des EU-Parlaments für das BSW, wo er 2014 bis 2017 bereits als Linke-Politiker aktiv war. Von 2017 bis 2021 war er zudem stellvertretender Leiter der Linksfraktion im Bundestag.
Das BSW verpasste im Februar den Einzug ins Parlament und hat seither in den Umfragen stetig eingebüßt, während es Berichte über parteiinterne Unstimmigkeiten gibt. Mit Wagenknechts Abgang als Vorsitzende könnte auch der Namenswechsel einhergehen: Künftig könnte die von der ehemaligen Linke-Politikerin gegründete Partei "Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft" oder "Bürger schaffen Wandel – Vernunft und Gerechtigkeit" heißen.