Eine Sechsjährige und ihre Liebe zu Axolotl haben ein Forscherteam an der renommierten Harvard University tief beeindruckt. Tatsächlich sei man "sprachlos", sagt Jessica Whited, Assistenzprofessorin für Stammzellen und regenerative Biologie am Harvard Stem Cell Institute zu "CBS News".
Sie und ihr Team erforschen das legendäre Amphibium (siehe Box) und seine "molekularen Geheimnisse", dank derer das Tier Gliedmaßen nachwachsen lassen kann.
Die "Hoffnung für die Zukunft" sei es, dass man auch mehr über die potenzielle Regeneration von Gliedmaßen beim Menschen erfahren werde, so Professorin Whited. Doch diese Hoffnungen wurden vor einigen Monaten vernichtet, als das Projekt die staatlichen Finanzierungsgelder verlor.
Aus dem Nichts erschien einige Monate später Marianne Cullen aus Springfield, Massachusetts. Das Mädchen überreichte dem Axolotl-Team eine Spende in Höhe von 1.000 Dollar.
Es sei dabei nicht um die Höhe des Betrags gegangen, sondern um den unerwarteten Rückhalt. "Das hatte definitiv einen positiven Effekt auf alle im Labor", sagte Whited.
Die Kleine hat sich ganz diesen Amphibien verschrieben: "Sie sind mehr als nur niedlich", sagte Marianne zu "CBS News". "Sie können jedes Gliedmaß nachwachsen lassen. Es gibt zwar noch andere Tiere, die gerettet werden müssen, aber dieses hier zu retten, ist meine Bestimmung." Nicht viele Menschen würden verstehen, wie wichtig es sei, dieses Tier zu retten, so Marianne weiter.
Ihre Eltern Robert und Kathleen schildern, wie sie der Wille und das Engagement ihrer Tochter beeindruckt habe. "Sie hob das Ganze auf ein ganz anderes Level", so die Mutter. So habe Marianne aus eigenem Antrieb eine PowerPoint-Präsentation erstellt und eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Dabei seien gut 1.000 Dollar für das Labor von Professorin Whited und ihr Team zusammengekommen.
"Manchmal weiß man, wer im Leben für einen kämpft, und manchmal weiß man es nicht", sagte die gerührte Wissenschaftlerin Whited.
Inzwischen wurde die Finanzierung für ihr Labor nach einem Gerichtsentscheid wieder aufgenommen, schrieben US-Medien. Ob das Urteil Bestand haben wird, sei allerdings unklar.