In einem Privatzoo nordwestlich von Cambridge kam es am Donnerstag zu einem unfassbaren Vorfall: Ein drei Jahre alter Bub gelangte in ein Krokodilgehege und wurde dabei schwer verletzt – "Heute" hat berichtet.
Der 30-jährige Tatverdächtige aus Norfolk wurde unter dem Verdacht des versuchten Mordes festgenommen. Die Polizei ließ ihn jedoch am Freitag wieder frei – der Mann sei nicht vernehmungsfähig, hieß es.
Laut Polizei kannten sich der Verdächtige und das Kind nicht. Das Zoopersonal rettete den Buben aus dem Gehege und versorgte ihn noch vor Ort medizinisch.
Die Polizei machte keine Angaben dazu, wie genau der Junge sich die Verletzungen zugezogen hatte und ob sie von einem Krokodil verursacht wurden. Britische Medien berichteten, dass die Frau des Zoobesitzers in das Krokodilgehege gesprungen sei und den Buben gerettet habe.
Der Zoo gehört zum Familienbetrieb Johnsons of Old Hurst, der neben dem Zoo auch einen Hofladen, ein Café, eine Metzgerei und ein Steakrestaurant betreibt. Auf dem Gelände leben laut Website mehr als 100 Tiere, darunter Löwen, Tiger, Lippenbären und Krokodile.
Das Tropenhaus des Zoos wurde nach dem Vorfall "aus Respekt vor der Familie" des Buben geschlossen. Der restliche Zoo blieb jedoch geöffnet.