Zustand von Opfer (40) stabil

Kamera filmte Axt-Bluttat – Video soll Ablauf klären

Nach der brutalen Axt-Attacke in Linz rückt jetzt ein Video in den Fokus: Die Tat wurde offenbar gefilmt. Das Material soll den genauen Ablauf zeigen.
Oberösterreich Heute
21.04.2026, 03:00
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Neue Bilder könnten jetzt entscheidend dabei helfen, die blutige Axt-Attacke am Linzer Südbahnhofmarkt aufzuklären. Ein Video der Tat liegt der Polizei vor und soll zeigen, was sich in den dramatischen Sekunden vor dem Angriff und während der Attacke tatsächlich abgespielt hat.

Video soll Attacke zeigen

"Das ist derzeit noch bei der Polizei in Bearbeitung", sagt Staatsanwältin Ulrike Breiteneder zu "Heute". Die Qualität des Videos soll aktuell noch verbessert werden, bevor es offiziell an die Justiz übermittelt wird. Klar ist: Die Aufnahmen könnten entscheidend sein, um den genauen Ablauf der Bluttat zu klären.

Denn die Aussagen des Beschuldigten (30) warfen zuletzt Fragen auf. Laut Staatsanwalt Florian Roitner zeigt sich der Mann geständig. Als Motiv gab er an, dass ihn das spätere Opfer (40) "genervt" habe. Der Security-Mitarbeiter soll ihn bei der Bank auf die mitgeführte Axt angesprochen haben – das habe den 30-Jährigen wütend gemacht.

Die Krisenhilfe OÖ

Um die Krisenversorgung in Oberösterreich flächendeckend und noch umfassender gewährleisten zu können, haben sich pro mente OÖ, EXIT-sozial, Rotes Kreuz, Telefonseelsorge OÖ und Notfallseelsorge unter dem Namen Krisenhilfe OÖ zusammengeschlossen.

Neben dem ständig verfügbaren Krisentelefon bietet die Krisenhilfe OÖ in psychosozialen Notsituationen auch Online- und Chatberatung, persönliche Gespräche und mobile Einsätze, etwa in Form von Hausbesuchen.

Die Krisenhilfe OÖ unterstützt in allen psychischen Notsituationen – rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr unter der Telefonnummer 0732 / 21 77.

Alle Infos unter krisenhilfeooe.at.

"Er hatte eine Wut"

Mit gezogenem Beil soll er den 40-Jährigen laut eigener Aussage dann Richtung Südbahnhofmarkt verfolgt haben. Dort habe er ihn eingeholt und mehrfach auf den Kopf eingeschlagen. "Er hatte eine Wut", so Roitner, zudem sei es ihm "egal gewesen", ob das Opfer stirbt.

Die Polizei hatte zuletzt noch von einem "Zufallsopfer" gesprochen. Der Südbahnhofmarkt an sich war laut Exekutive nicht Teil des Motivs. Neben einem psychiatrischen Gutachten soll laut Staatsanwaltschaft jetzt auch mit einer Blutprobe des Beschuldigten geklärt werden, ob der 30-Jährige bei der Tat unter Drogen-, Alkohol-, oder Medikamenteneinfluss stand.

Spendenkonto für Opfer eingerichtet

Das Opfer liegt mit Stand Montagnachmittag weiterhin auf der Intensivstation, sei mittlerweile aber stabil, berichtet eine Sprecherin des Kepler Klinikums "Heute". Eine Aussage konnte der Mann freilich noch nicht machen. Sein Retter aber schon: Gernot Landsfried, Chef des Lokals "MA 28", will dem Schwerverletzten jetzt auch finanziell helfen. Der Gastronom, der den Angreifer am Mittwoch vertrieb, hat ein Spendenkonto eingerichtet.

Das Geld solle "für die Reha und zum Wohl des Betroffenen" verwendet werden. Die Hilfsbereitschaft ist groß: Bis Montagnachmittag gingen schon über 20 Spenden mit einer Summe von fast 2.000 Euro ein. Auf der Spendenseite heißt es, man wolle dem Opfer "die beste Möglichkeit geben, wieder zu genesen und nicht den Glauben an die Menschheit zu verlieren".

{title && {title} } red, {title && {title} } 21.04.2026, 03:00
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