Verdächtiger ist geständig

Zeugen schockiert: "Laute Schreie, Mann voller Blut"

Schock nach der Bluttat in Linz: "Heute" hat mit Zeugen gesprochen, die die brutale Attacke am Mittwoch hautnah miterleben mussten.
Lea Strauch
16.04.2026, 03:00
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die brutale Axt-Attacke am Linzer Südbahnhofmarkt schockierte am Mittwoch das ganze Land. Wie berichtet ging ein 30-Jähriger völlig unvermittelt zu Mittag mit einer Axt auf einen Lokalgast los, verletzte diesen mit mehreren Schlägen schwer am Kopf. Wie "Heute" nun von der Polizei erfuhr, ist der Verdächtige geständig. Es laufen Ermittlungen wegen Mordversuchs.

Augenzeugen schilderten am Mittwoch beim "Heute"-Lokalaugenschein vor Ort die dramatischen Minuten. Eine 19-jährige Bäckereimitarbeiterin erzählt: "Ich saß hier am Tisch, als ich plötzlich aus dem Nichts sehr laute Schreie gehört habe. Es war wirklich wie ein Fiebertraum", sagte die junge Frau zu "Heute".

Kurz darauf habe sie weitere Geräusche wahrgenommen: "Es waren laute Geräusche zu hören, als ob etwas heruntergefallen wäre. Ich dachte zuerst, dass vielleicht Glas zerbrochen oder ein Schild heruntergefallen ist." Neugierig, aber verunsichert sei sie ein Stück nach draußen gegangen – doch die Situation habe ihr sofort Angst gemacht: "Ich habe gesehen, dass von der rechten Seite Männer, die dort offenbar gearbeitet haben, plötzlich herausgelaufen sind und regelrecht geflüchtet sind. Da habe ich mich nicht mehr weiter hinausgetraut."

Wenig später habe sie beobachtet, wie sich immer mehr Menschen rund um den Tatort versammelten. "Die Leute waren alle schockiert", so die 19-Jährige. Erst danach habe sie sich vorsichtig genähert - und machte eine erschütternde Entdeckung: "Ich habe gesehen, dass der Mann komplett mit Blut bedeckt war."

„Ich saß hier am Tisch, als ich plötzlich aus dem Nichts sehr laute Schreie gehört habe. Es war wirklich wie ein Fiebertraum“
Bäckereimitarbeiterin (19)zur Bluttat

Die eigentliche Attacke habe sie nicht gesehen. "Ich habe weder den Täter noch die Axt gesehen, sondern nur das, was danach passiert ist. Ich war, ehrlich gesagt, einfach nur geschockt."

Bereits zuvor hatte ein weiterer Augenzeuge die brutale Tat detailliert geschildert. Gernot Landsfried, Betreiber des Lokals "MA 28", vor dem die Attacke passiert war, sagte zu "Heute": "Ein Gast bei mir ist gestanden, da ist ein Fremder mit der Axt auf ihn zugekommen und hat auf ihn eingeschlagen, komplett arg. Dann ist der Gast auf den Boden gegangen und er hat ihm mit der Axt etliche Male mit der Schneidseite auf den Kopf geschlagen. Da bin ich dazwischen."  Der Wirt griff ein und versuchte, den Angreifer zu stoppen. Dieser rannte davon.

Opfer ist ein 40-Jähriger

Laut Polizei war der 40-jährige Sicherheitsmitarbeiter der Raiffeisenlandesbank gerade beim Mittagessen in einem Gastgarten gesessen, als der Angreifer "völlig unvermittelt" zuschlug. Andere Marktbesucher leisteten sofort Erste Hilfe. Der Täter flüchtete Richtung Bürgerstraße, warf die Axt weg und wurde wenig später von Polizisten angehalten, nachdem er durch sein Verhalten aufgefallen war.

Am Tatort bot sich auch Stunden später ein erschütterndes Bild: Blutspuren, abgesperrte Bereiche und ein Großeinsatz der Polizei. Die Spurensicherung arbeitete auf Hochtouren, Zeugen wurden befragt. Zum Motiv des Verdächtigen gab es vorerst keine Angaben, der Mann wurde ins Polizeianhaltezentrum gebracht.

{title && {title} } Lstr, {title && {title} } 16.04.2026, 03:00
Jetzt E-Paper lesen