Dramatischer Unfall auf dem Zebrastreifen: Nachdem ein junger Bub von einer Frau in Knittelfeld angefahren wurde, landete die Lenkerin nun vor Gericht.
Anfangs hatte die Frau noch erklärt, der Bub sei ihr "ins Auto gelaufen". Doch vor der Richterin klingt das plötzlich anders. Über eine Dolmetscherin richtet die Frau aus, dass sie sich schuldig fühle und ihr der Unfall leidtue.
Die Richterin bohrt nach: Ob sie vielleicht nicht richtig aufgepasst habe? Ob sie abgelenkt gewesen sei? Die Angeklagte erklärt, erst später verstanden zu haben, was genau passiert sei.
Im Saal wird schnell klar: Die Frau ist mit der Situation völlig überfordert. Sie spricht kaum Deutsch, versteht Schreiben ihrer Versicherung nicht und kann nicht einmal genau sagen, wie viel sie verdient.
Der verletzte Bub muss selbst nicht aussagen. Sein Anwalt fordert aber 8.000 Euro – darunter Schmerzensgeld, Pflegekosten und Ausgaben für den Krankenhausaufenthalt der Mutter in Graz.
Am Ende bleibt der Frau eine Vorstrafe erspart, wie die "Kleine Zeitung" berichtet. Weil sie geständig ist und bisher nichts auf dem Kerbholz hat, wird das Verfahren per Diversion beendet. 350 Euro muss sie bezahlen, die restlichen Forderungen soll die Versicherung übernehmen.