Coronavirus

Bub braucht OP – Eltern verweigern Blut von Geimpften

Ein kleiner Bub benötigte eine Bluttransfusionen, doch die Eltern bestanden darauf, nur Blut von Ungeimpften zu erhalten. Nun schritt ein Gericht ein.
Heute Redaktion
10.02.2022, 23:00

Ein italienisches Impfgegner-Paar setzt das Leben seines zweijährigen Sohnes aufs Spiel: Der Bub muss dringend am Herzen operiert werden, doch die Eltern verlangen vom Sant’Orsola Krankenhaus in Modena, dass für die notwendigen Transfusionen nur das Blut von ungeimpften Spendern verwendet wird. Die Ärzte lehnten dies aber als medizinisch unbegründete Angst ab, außerdem werde bei Spendern nicht deren Impfstatus überprüft.

Also versuchte das Paar im Internet in Impfgegner-Foren freiwillige Spender zu finden. Da jedoch die Zeit zur Operation drängt, schaltete das Spital das Jugendgericht von Bologna ein. Ein Richter urteilte ebenfalls, dass Spenderblut von Geimpften sicher ist. Um einen Einspruch und damit weitere lebensbedrohliche Verzögerungen für das Kind zu verhindern, entzog er den Eltern nun temporär das Sorgerecht, damit die Operation endlich durchgeführt werden kann.

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