OÖ: Schlange beißt Bub (13), Mutter will Schadenersatz

In Eggelsberg wurde ein Bub von einer Kreuzotter gebissen. Die Mutter will jetzt vom Grundbesitzer Schadenersatz.
In Eggelsberg wurde ein Bub von einer Kreuzotter gebissen. Die Mutter will jetzt vom Grundbesitzer Schadenersatz.Symbolbild/iStock
Im Innviertel wurde ein 13-jähriger Bub von einer Kreuzotter gebissen. Weil es keine Hinweistafeln gab, fordert die Mutter jetzt Schadenersatz.

Das Ibmer Moor im Innviertel ist "Österreichs größter zusammenhängender Moorkomplex", hat sieben Naturbadeseen und ist ein internationales Vogelschutzgebiet. So preist die Tourismus-Website das Gebiet im Oberen Innviertel an. 

Jetzt beschert das Moor der Gemeinde Eggelsberg (Bez. Braunau) aber auch Ärger. Eine Mutter hat Anzeige erstattet. 

Und das kam so: Die Frau war mit ihrem Sohn (13) im Moor wandern, als der Bub laut ihrer Aussage neben dem Gehweg von einer Kreuzotter gebissen wurde, wie die OÖN berichten. Der Bursch hatte sich dem Tier genähert und wollte es berühren.

Der Bub musste ins Spital, wurde dort laut seiner Mutter länger behandelt. Genauere Infos zu Schlangenbissen und den Folgen gibt es hier auf Netdoktor. 

Der Bürgermeister von Eggelsberg, Christian Kager (ÖVP), bestätigt, dass es eine Geldforderung der Frau gibt.
Der Bürgermeister von Eggelsberg, Christian Kager (ÖVP), bestätigt, dass es eine Geldforderung der Frau gibt.Gemeinde

Weil es bis auf eine Tafel in der Mitte des Moors keine Warnhinweise auf Giftschlangen im Moor gibt, will die Mutter jetzt die Gemeinde Eggelsberg klagen. Der Bürgermeister der Gemeinde, Christian Kager (ÖVP), bestätigt im "Heute"-Gespräch, dass es eine Forderung der Frau gibt.

"Der Grundbesitzer hat sich bei uns gemeldet, die Frau will Schmerzensgeld", erzählt er. 

Da die Gemeinde offizieller Betreiber des Weges ist, sei man selbst auch betroffen, so Kager. "Bei uns selbst ist aber noch nichts eingegangen", präzisiert er. 

Er gibt der Klage aber wenig Chance: "Überall, wo nicht bewirtschaftet wird, gibt es Schlangen". Wenn die Gemeinde überall Schilder aufstellen müsste, müsste das ja auch überall im Gebirge bei Wanderwegen passieren. 

"Sehr ungewöhnlich"

"Wir haben Rücksprache mit unserer Versicherung gehalten. Die Rechtsmeinung ist, dass es schon sehr ungewöhnlich wäre, wenn jemand für ein Tier verantwortlich gemacht wird, das einem ja gar nicht gehört. Bei einem Hund wäre das ja was anderes". 

Kager: "Sonst müsste man ja auch wegen Zecken überall Schilder aufstellen". Er findet: "Der Fall ist schon sehr ungewöhnlich".

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