An der Seite von Michael Jackson wurde der Schimpanse Bubbles Ende der 1980er-Jahre weltweit bekannt. Der "King of Pop" hatte den rund ein Jahr alten Affen von einem Tiertrainer adoptiert und behandelte ihn wie sein Kind.
Zunächst lebte Bubbles mit Jackson auf dem Familienanwesen in Kalifornien, später zogen sie auf die berühmte Neverland Ranch. Damals trat der Schimpanse immer wieder öffentlich an der Seite des Sängers auf, wie etwa 1987 bei einem Besuch in Japan, wo die beiden Tee mit Regierungsvertretern tranken.
Als Bubbles älter wurde, entwickelte er jedoch ein zunehmend unberechenbares Verhalten. 2003 musste Jackson den Schimpansen schließlich aus Sorge um die Sicherheit seiner echten Kinder abgeben.
Zunächst lebte das Tier wieder bei seinem ehemaligen Trainer in einem Hinterhof, ehe es 2005 (vier Jahre vor Michael Jacksons Tod) ein dauerhaftes Zuhause im Center for Great Apes in Florida fand. Von dort gab es nun anlässlich des Starts des neuen Biopics "Michael" ein herziges Update zu Bubbles.
"Bubbles ist ein kluger, sensibler und neugieriger Schimpanse mit einem sanften Wesen und einer starken eigenen Persönlichkeit. Wie viele ältere Schimpansen genießt er die Geborgenheit seiner täglichen Routinen und die Gesellschaft seiner langjährigen Schimpansen-Gefährten", so das Statement des Affen-Centers auf Instagram.
Finanziell abgesichert ist Bubbles ebenfalls: Die Organisation hinter dem Nachlass von Michael Jackson übernimmt die Kosten für Bubbles Pflege. Rund 30.000 US-Dollar (etwa 26.000 Euro) werden dafür jährlich aufgebracht.
Sein Alltag ist heute geprägt von einfachen Dingen: Bubbles verbringt viel Zeit mit seiner Gruppe, erkundet sein Gehege auf der Suche nach Futter oder beobachtet aufmerksam seine Umgebung. Besonders genießt er die Nähe zu anderen Schimpansen, etwa wenn er von Weibchen gekrault wird. Sogar künstlerisch ist er aktiv: Gelegentlich greift Bubbles zum Pinsel und malt.
Die Betreiber des Schutzgebiets betonen, dass der Übergang vom Leben im Rampenlicht zu einem selbstbestimmten Alltag nicht immer einfach sei, gerade für Tiere mit einer so ungewöhnlichen Vergangenheit. Umso wichtiger sei es, ihnen ein Umfeld zu bieten, in dem sie ihren natürlichen Bedürfnissen nachgehen können. Genau das sei das Ziel der Einrichtung.
Zudem stehe "das Wohlergehen der Affen immer an erster Stelle. Wir lassen keinen Körperkontakt oder direkte Interaktionen zwischen Menschen und Affen zu. Unsere Schimpansen und Orang-Utans leben in geschützten Lebensräumen mit sicheren Abgrenzungen, wo sie sich geborgen fühlen und ohne Einmischung durch Menschen selbst über ihren Alltag entscheiden können."