Trackerdaten ausgewertet

So lange lebte Timmy nach seiner "Rettung" weiter

Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal schwamm nach seiner Freisetzung in der Nordsee noch rund 215 Kilometer – dann riss das Signal ab.
Newsdesk Heute
12.06.2026, 19:45
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Die Auswertung der Trackerdaten bringt nun Licht ins Dunkel über das Schicksal des mehrfach gestrandeten Buckelwals. Das Tier, das oft "Timmy" oder "Hope" genannt wurde, lebte nach seiner Freisetzung am 2. Mai im Skagerrak noch bis etwa zum 6. oder 7. Mai.

Das geschwächte Tier war zuvor wochenlang vor der mecklenburgischen Insel Poel gelegen. Eine Privatinitiative transportierte den Wal schließlich mit einem Lastkahn in Richtung Nordsee, etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt wurde er ausgesetzt.

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Wie n-tv.de berichtet, präsentierte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus am Freitag die ausgewerteten Daten des Senders, der an dem Tier befestigt worden war. Demnach schwamm der Meeressäuger nach seiner Freisetzung sofort wieder in Richtung Ostsee und legte noch rund 215 Kilometer zurück, bevor das Signal abriss.

Tracker lieferte keine GPS-Daten

Der Sender hatte zwar einige Bewegungsdaten wie Tauchtiefen erfasst, Ortsdaten konnte das Gerät jedoch nie senden. Laut der Rettungsinitiative wurde der Tracker vorab nicht wie vorgesehen getestet und initialisiert. Vitalzeichen wie Herz- oder Atemfrequenz zeichnete der Sender ebenfalls nicht auf.

Am 14. Mai wurde der Kadaver des Buckelwals – ein Weibchen – tot an der dänischen Insel Anholt angespült. Die bereits stark verwesten Überreste wurden obduziert, bisher ohne konkrete Ergebnisse zur Todesursache.

Minister verteidigt Rettungsaktion

Minister Backhaus bewertete den Rettungsversuch als Erfolg und nannte ihn rechtlich sowie fachlich vertretbar. Bei der Obduktion seien keine schwerwiegenden äußerlichen oder inneren Verletzungen festgestellt worden. Es gebe keine belastbaren Hinweise, dass der Transport oder die Freisetzung unmittelbar zum Tod des Wals beigetragen hatten.

"Wer nichts versucht, macht auch keine Fehler", sagte Backhaus und rechtfertigte den von seinem Ministerium geduldeten Rettungsversuch. Es habe sich um eine außergewöhnliche Situation gehandelt, für die es in Deutschland noch keine Standards gebe. Die Überreste des Tieres sollen in Dänemark unter anderem zu Biodiesel verwertet werden.

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