Politik

Bürgermeister-Impfung verweigert – Ärztin angezeigt

Weil sie den 65-jährigen Bürgermeister Mitte Jänner nicht impfen wollte, beschwerte sich jemand bei der Ärztekammer. Diese prüft den Fall nun.

Leo Stempfl
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Eine Impfstraße (Symbolbild)
Eine Impfstraße (Symbolbild)
Franz Neumayr / picturedesk.com

Einer, der aus seiner vorgezogenen Impfung keinen Hehl machte, war der Feldkirchner Bürgermeister Wolfgang Matt (ÖVP). Große Empörung folgte, zu der Causa war er sogar bei Armin Wolf in der "ZIB 2" zu Gast.

"Na, die nehm ich gerne! Ich schmeiße auch kein hartes Brot weg, sondern mache Toast draus", sagte dieser damals, ohne Verständnis für die große Aufregung. Es habe sich einfach niemand anderer mehr gefunden, der geimpft werden wollte. Kurz darauf folgte dann doch die Entschuldigung.

Ärztin angezeigt

Wie "vol.at" nun berichtet, gab es jedoch eine Ärztin, die dem Bürgermeister die von ihm gewünschte Impfung verweigert haben soll. Schlussendlich kam er doch noch dazu. Jene Ärztin muss sich nun mit einer Anzeige herumschlagen.

Die Ärztekammer bestätigte nun, dass eine Beschwerde bei ihr eingelangt sei. Der Verdacht einer Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht steht im Raum. Die betroffene Ärztin versichert im Gespräch mit dem ORF, dass das Anstehen in der Impfstraße öffentlichen Charakter habe und deswegen nicht unter die ärztliche Schweigepflicht fällt.

Trotzdem muss die Ärztekammer der Beschwere nachgehen. Die Folgen reichen von einer Abmahnung bis hin zum Verlust der ärztlichen Zulassung.