Die Schmach sitzt tief! Italien verpasst zum dritten Mal in Folge die Endrunde der Weltmeisterschaft – und jetzt rollen Köpfe. Trainer Gennaro Gattuso weinte nach der Elfemter-Niederlage gegen Bosnien schmiss dann hin. Dies taten ihm nun Präsident Gabriele Gravina Legende Gianluigi Buffon gleich – und machen damit das Beben im italienischen Fußball-Verband perfekt.
Kurz nach dem Spiel hatte Sportchef Buffon bereits mit Rücktrittsgedanken gespielt – jetzt setzt er sie um. In einem Instagram-Post erklärt er: "Nun, da Präsident Gravina zurückgetreten ist, fühle ich mich frei, das zu tun, was ich für verantwortungsvoll halte." Trotz aller Bemühungen habe er es nicht geschafft, Italien zurück auf die große WM-Bühne zu führen. Gravina war ihm zuvor zuvorgekommen und hatte bereits seinen Rücktritt erklärt.
Der Druck auf die Verbandsspitze war zuletzt massiv gestiegen. Sportminister Andrea Abodi machte klar: "Es ist für alle offensichtlich, dass der italienische Fußball grundlegend reformiert werden muss." Seine Forderung: ein kompletter Neustart – beginnend bei der Führung des Verbands.
Besonders bitter: Es ist nicht das erste Desaster. Italien scheiterte bereits in den Playoffs für die letzten beiden Weltmeisterschaften – gegen Schweden und Nordmazedonien. Und auch davor lief es alles andere als rund: 2010 und 2014 war jeweils schon in der Gruppenphase Schluss. Der letzte große WM-Moment? Der Titel 2006 nach dem Finalsieg gegen Frankreich.