Nachdem am Montag zum Auftakt bereits fünf Personen durch das traditionellen Stiertreiben in Pamplona verletzt wurden, hat es jetzt auch die ersten Touristen erwischt. Ein Brite und ein Japaner wurden von den Stieren erwischt und mussten verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Auch ein Spanier wurde verletzt. Bei dem berühmten San-Fermin-Fest werden ab Montag bis zum 14. Juli an jedem Tag in der Früh Kampfstiere durch die engen Gassen der Regionalhauptstadt von Navarra getrieben.
in Pamplona verletzt wurden, hat es jetzt auch die ersten Touristen erwischt. Ein Brite und ein Japaner wurden von den Stieren erwischt und mussten verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Auch ein Spanier wurde verletzt. Bei dem berühmten San-Fermin-Fest werden ab Montag bis zum 14. Juli an jedem Tag in der Früh Kampfstiere durch die engen Gassen der Regionalhauptstadt von Navarra getrieben.
Hunderte meist junge Menschen laufen vor den gut 500 Kilogramm schweren Bullen her. Bei diesen Mutproben werden alljährlich Dutzende Teilnehmer verletzt. Zur weltweiten Berühmtheit des Spektakels in Pamplona hatte maßgeblich der US-Schriftsteller Ernest Hemingway beigetragen, der das Fest und die Stierrennen in seinem Roman "Fiesta" (1926) beschrieb. In diesem Jahr werden die Stiertreiben von einem TV-Sender auch in den USA direkt übertragen.
Verhältnismäßig glimpflich ist der erste Tag der Stierhatz verlaufen. Wie die Verantwortlichen meldeten gab es am Montag "nur" fünf Verletzte. Ein 52-jähriger Spanier wurde von einem Stier auf die Hörner genommen und mit Unterleibsverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Vier weitere Läufer erlitten Prellungen. Am Dienstag kamen drei weitere Verletzte dazu.
Tierschützer laufen Sturm
Am Samstag protestierten rund 200 Tierschützer gegen die Veranstaltung. "Du läufst. Stiere sterben" war bei einer Kundgebung auf Plakaten in verschiedenen Sprachen zu lesen. Die Demonstranten hielten auf einem Platz eine "symbolische Beerdigung" für die 48 Bullen ab, die in der Festwoche bei den abendlichen Stierkämpfen von Toreros getötet werden.
Die Stiertreiben sind Teil der alljährlich stattfindenden Feiern zu Ehren des Schutzheiligen der Region Navarra. Unter den Teilnehmern, die über eine Strecke von rund 850 Metern vor den Bullen herlaufen, sind auch zahllose Besucher aus anderen europäischen Ländern, aus den USA und aus Australien. Seit 1922 wurden 15 Läufer von den Stieren tödlich verletzt.