Bundesheer-Heli rettet Alpinisten "in letzter Minute"

Rettung eines verunglückten Alpinisten im Dachstein-Massiv mit Unterstützung des Bundesheers (25. August 2020)
Rettung eines verunglückten Alpinisten im Dachstein-Massiv mit Unterstützung des Bundesheers (25. August 2020)Screenshot Bergrettung Ramsau
Ein Berggänger verunglückte im Dachstein-Massiv: Aufgrund schwieriger Umstände musste das Bundesheer mit einem Hubschrauber zur Bergung anrücken.

Spektakulärer Rettungseinsatz am Dienstagabend auf der Scheichenspitze (2667 m, Steiermark) im Dachstein-Massiv. Ein abgestürzter Alpinist konnte gegen 20.45 Uhr schwer verletzt in unwegsamen Gelände geortet werden konnte, brach bereits die Dunkelheit herein. Für die notwendige Lebensrettung aus der Luft, wurde deshalb von der Landeswarnzentrale Unterstützung durch das Bundesheer angefordert.

Sofort stieg vom Fliegerhorst Aigen im Ennstal ein Alouette III-Hubschrauber samt Besatzung auf. Trotz aller Widrigkeiten gelang es den Soldaten, zusammen mit dem ÖAMTC und der Bergrettung Ramsau, den Verletzten mit der Seilwinde des Bundesheer-Helis aus seiner misslichen Lage zu befreien. Ein Video der Bergrettung zeigt den Einsatz:

Nach der Windenbergung erfolgte der Transport zu einem Übernahmepunkt, an dem die Rettung den verunglückten Bergsteiger stabilisierte und die Verlegung in das Krankenhaus Schladming einleitete.

"Perfekte Zusammenarbeit"

"Unsere Piloten haben heute Nacht wieder gezeigt, wie schnell sie in einem Notfall zur Stelle sind. Unser Bundesheer handelt in schwierigen Situationen hoch professionell und ist immer dort im Einsatz, wo es dringend gebraucht wird – Danke!", so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Auch die Bergrettung Ramsau am Dachstein bedankte sich 

"Die Bergung war für den Abgestürzten definitiv lebensrettend", so Albert Prugger vom ÖAMTC, der mit dem "Christophorus 14" vor Ort war. Auch die Bergrettung Ramsau am Dachstein sprach von Rettung "in letzter Sekunde" und bedankte sich für die "perfekte Zusammenarbeit".

Herausforderung: Nachtflug

Das Österreichische Bundesheer verfügt aufgrund des hohen Ausbildungsstands der Piloten und Flugretter über die Berechtigung, Windenbergungen auch bei Nacht durchzuführen. Die Hubschrauberstaffel in Aigen sei laut Verteidigungsministerium auf dieses Verfahren besonders spezialisiert. Die Hubschrauber vom Typ Alouette III stehen seit 1967 beim Österreichischen Bundesheer im Einsatz.

Eine Alouette III des Österreichischen Bundesheeres während einer Übung im Hochgebirge
Eine Alouette III des Österreichischen Bundesheeres während einer Übung im Hochgebirgepicturedesk.com/EXPA/Jürgen Feichter
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