Bundesheer soll die Flugrettung unterstützen

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SP) möchte Heereshubschrauber für die Flugrettung anbieten, sagte er im Interview mit den Salzburger Nachrichten.

Es ist ein weiterer Vorstoß des Ministers, die Aufgaben des Bundesheeres auszuweiten. Derzeit fliegt großteils der Verkehrsclub ÖAMTC für die Flugrettung Einsätze. Nun erklärte Doskozil im Zeitungsinterview, er würde den Ländern gerne dafür Heereshubschrauber anbieten.

"Es geht hier nicht ausschließlich um den Schutz der kritischen Infrastruktur, sondern auch um andere Bereih wie das Rettungswesen", sagte Doskozil. "Wir schielen da auf ein ganz kleines Segment, nämlich das Rettungshubschrauberwesen." Zuständig dafür sind die Länder, die gerne auf den ÖAMTC zurückgreifen.

Doskozil kann sich vorstellen, mit den Ländern 15a-Vereinbarungen abzuschließen, sodass die Hubschrauber des Heeres die Flugrettung übernehmen. Laut dem Minister gebe es Bundesländer, die Interesse daran hätten. Praktischer Hintergrund fürs Heer: Die Piloten könnten damit nötige Flugstunden absolvieren, um ihre Bewilligung am Leben zu halten.

Länder überrascht

Überrascht reagierte man in den Bundesländern vom Vorschlag. Wien habe mit dem ÖAMTC derzeit eine gute Lösung, so eine Sprecherin von Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) zur APA. Man sehe sich die Idee des Bundes aber gerne an.

Aus Niederösterreich heißt es, man habe einen "seit 2014 laufenden Vertrag des Landes und der Landesklinikenholding mit dem ÖAMTC, der jedenfalls für fünf Jahre unkündbar ist." In Oberösterreich will man sich erst dann zum Thema äußern, „wenn ein konkreter Vorschlag des Ministers auf dem Tisch liegt", so Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP). (uha)

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