Der Meister drehte nach dem Seitenwechsel auf. Xavier Mbuyamba (54.), Melayro Bogarde (68.) und Alessandro Schöpf (84.) sorgten für den fünften Sieg im fünften Spiel für Österreichs Meister. Damit drehten die Stahlstädter auch die frühe Führung durch Fabian Wohlmuth nach einem kurz abgespielten Freistoß in der 34. Minute.
Und das in numerischer Überzahl, nachdem Abwehrmann Raffael Behounek schon in der zweiten Minute gegen den flinken Christoph Lang die Notbremse gezogen hatte. Beim 0:0 gegen den GAK war Nicolas Wimmer am Samstag schon nach 15 Minuten vom Platz geschickt worden.
Diesmal flog Behounek vom Feld. Und der zeigte sich nach dem Schlusspfiff besonders reumütig. "Es tut unglaublich weh. Die Niederlage geht heute absolut auf mich", so der Innenverteidiger sichtlich geknickt bei "Sky". "Ich kann mich nur bei der Mannschaft entschuldigen, dass ich nach zwei Minuten so ein Blackout habe. Es war eine Rote Karte, da gibt es keine Diskussionen. Das darf mir nicht passieren", schüttelte der Wolfsberger den Kopf.
Er könne sich eben "nur entschuldigen", die Mannschaft habe es "dann gut gemacht, aber der Gegner war zu stark, wenn man das ganze Spiel in Unterzahl spielt", so Behounek weiter.
"Es liegt auf der Hand: Wenn du inklusive Nachspielzeit 93 Minuten in Unterzahl spielst und vier Tage davor 85 Minuten in Unterzahl spielst, wird es schwierig. Es ist maximal frustrierend, wenn du nach zwei Minuten den Matchplan in die Tonne werfen kannst. Es sind immer unsere Führungsspieler, die die falschen Entscheidungen treffen", haderte auch Trainer Thomas Silberberger nach der Pleite. "Wir erwarten von Führungsspielern, dass sie die richtigen Schlüsse ziehen. Da darf ich nie eingreifen. So früh darf ich nie einen Torraub ziehen, das ist natürlich eine Kurzschluss-Reaktion", ergänzte der Coach.