Tomi Horvat brachte den Vizemeister nach einem verhaltenen Start im verregneten Graz in der 27. Minute in Front, der polnische Stürmer-Neuzugang Szymon Wlodarczyk legte in der 77. Minute dann das verdiente 2:0 nach. Die Grazer konnten im zweiten Durchgang Kräfte schonen, setzten sich zumindest vorübergehend wieder an die Tabellenspitze, während der LASK Achter bleibt.
Die Grazer gingen es drei Tage vor dem Champions-League-Qualifikationsspiel gegen PSV Eindhoven am Dienstag zunächst vorsichtig an. Beide Teams agierten zurückhaltend, den Steirern war der Respekt vor der großen "Unbekannten" LASK anzumerken. Erst in der 22. Minute probierte es Horvat, für den angeschlagenen Alexander Prass in die Startelf gerutscht, aus der Distanz, verfehlte aber klar. Fünf Minuten später zielte der slowenische Teamspieler präziser, donnerte den Ball aus beinahe 30 Metern in die Maschen – ein echtes Traumtor. Otar Kiteishvili (31.) und Stürmer-Neuzugang Wlodarczyk aus aussichtsreicher Position (41.) verpassten es, nachzulegen.
In der 36. Minute reklamierten die Linzer dann Elfmeter, nachdem Moussa Kone im Duell mit David Schnegg zu Boden ging – eine mehr als strittige Entscheidung. Doch der Video-Referee griff der neuen Richtlinie entsprechend nicht ein.
Nach dem Seitenwechsel gingen es die Steirer deutlich defensiver an, zogen sich zurück und überließen den Stahlstädtern das Spiel, wobei die Linzer aber nur zaghaft für Gefahr sorgten. Schnegg stand bei einem brandgefährlichen Distanz-Kracher von Florian Flecker in der 68. Minute im Weg, blockte den Schuss ab. Moses Usor scheiterte an Sturms Tormann-Riesen Kjell Scherpen (80.).
Unmittelbar davor machten die Steirer endgültig den Deckel drauf, traf Wlodarczyk auch in seinem zweiten Bundesliga-Spiel, nickte eine Schnegg-Flanke unbedrängt zum 2:0 in die Maschen (77.). Damit war der LASK-Widerstand gebrochen.