Bundesliga sperrt Jürgen Werner nach LASK-Skandal

Jürgen Werner
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Jürgen Werner wurde von der Bundesliga für 18 Monate für alle Funktionen gesperrt. Er trat nach Bekanntwerden des Skandals als LASK-Vize zurück.

Paukenschlag! Die Bundesliga gab am Freitag bekannt, dass gegen den ehemaligen Vizepräsident des LASK, Jürgen Werner, eine Funktionssperre von 18 Monaten ausgesprochen wurde.

Die Begründung des Urteils: "Jürgen Werner wird für offizielle Funktionen im österreichischen Fußball gesperrt, da er auch nach seiner Bestellung als LASK-Vizepräsident mit 26. Mai 2019 noch zum Teil bis ins Frühjahr 2021 mehrere Gesellschaftsanteile und Geschäftsführerfunktionen von im Bereich der Spielervermittlung tätigen Unternehmen innehatte. Eine derartige parallele Funktionsausübung ist gemäß dem ÖFB-Reglement zur Arbeit mit Spielervermittlern untersagt."

Werner trat noch vor der Urteilsverkündung als Vizepräsident des Klubs zurück, weil ihm der Trubel nach Bekanntwerden des Skandals zugesetzt habe. Dieser Schritt sei nicht als Schuldeingeständnis zu werten, erklärte er. Ein Bericht des Magazins "News" hatte den Eklat ausgelöst. Dieser legte auch offen, wie Werner angeblich auch als LASK-Offizieller verbotenerweise über seine ehemalige Agentur Transferrechte an Spielern erworben und damit viel Geld gemacht habe. Davon ist im Urteil der Liga nichts zu lesen.

Was bedeutet das für Werner?

Eine Funktionssperre bedeutet, dass die betreffende Person nicht in offizieller Funktion gegenüber dem Verband (ÖFB, Bundesliga oder Landesverbände) auftreten darf. Ebenso ist jegliche Beteiligung an einem Spielgeschehen als Offizieller untersagt.

Gegen den Senat 2-Beschluss kann Jürgen Werner innerhalb von drei Tagen Protest anmelden, welcher nach Zustellung des Langbeschlusses binnen 14 Tagen eingebracht werden muss.

Werner hatte sich zuletzt gewehrt

Der 59-Jährige erklärte Ende Mai in einer Stellungnahme, für seine Tätigkeit als Vizepräsident der Linzer "weder Gehalt noch Aufwandsentschädigungen bezogen" zu haben. "Alle Spesen, egal ob Auto, Tankkosten, Flugtickets oder Hotels habe ich immer aus der eigenen Tasche bezahlt. Zusätzlich habe ich als Sponsor dem LASK mehrere hunderttausend Euro in den letzten sieben Jahren für Marketingleistungen und Tickets bezahlt", schilderte der ehemalige Spielerberater weiter.

Werner war in einem "News"-Bericht Ende April vorgeworfen worden, über Firmenbeteiligungen Transferrechte an LASK-Spielern gehalten zu haben. Diese sogenannte "Third Party Ownership" ist im FIFA-Reglement strengstens verboten. Werner, der einst eine Spielerberateragentur führte, soll demnach auch nach 2015 noch Transferrechte an Spielern gehalten haben, als diese Art von Beteiligungen ausdrücklich verboten waren. Wernerhatte sämtliche Vorwürfe stets zurückgewiesen.

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