Verfahren eingeleitet: LASK-Vize Werner tritt zurück

Jürgen Werner
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Am Mittwoch hat die Bundesliga Ermittlungengegen den LASK-Vizepräsidenten Jürgen Werner eingeleitet, einen Tag später trat der 59-Jährige zurück. 

Der zuständige Senat 2 der Liga hatte am Mittwoch ein Verfahren gegen den Linzer Vizepräsidenten eingeleitet. Nicht einmal 24 Stunden später zog Werner selbst die Konsequenzen, erklärte seinen Rücktritt. 

"Die mediale Vorverurteilung der vergangenen Wochen ist nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Die aktuelle Medienkampagne gegen meine Person und damit auch gegen den LASK übersteigt meine Belastungsgrenze. Die sich ständig wiederholenden Vorwürfe haben mich erschöpft. Meine Familie und ich erhalten Hassbotschaften und Drohungen von Menschen, die wir nicht einmal kennen", erklärte Werner in einem Brief seinen Rücktritt. 

Der 59-Jährige erklärte weiter, für seine Tätigkeit als Vizepräsident der Linzer "weder Gehalt noch Aufwandsentschädigungen bezogen" zu haben. "Alle Spesen, egal ob Auto, Tankkosten, Flugtickets oder Hotels habe ich immer aus der eigenen Tasche bezahlt. Zusätzlich habe ich als Sponsor dem LASK mehrere hunderttausend Euro in den letzten sieben Jahren für Marketingleistungen und Tickets bezahlt", schilderte der ehemalige Spielerberater weiter. 

Werner war in einem "News"-Bericht Ende April vorgeworfen worden, über Firmenbeteiligungen Transferrechte an LASK-Spielern gehalten zu haben. Diese sogenannte "Third Party Ownership" ist im FIFA-Reglement strengstens verboten. Werner, der einst eine Spielerberateragentur führte, soll demnach auch nach 2015 noch Transferrechte an Spielern gehalten haben, als diese Art von Beteiligungen ausdrücklich verboten waren. Der 59-Jährige hatte sämtliche Vorwürfe stets zurückgewiesen. 

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