Machtpoker um Insel

Grönland-Gipfel scheitert, Deutschland schickt Soldaten

Nach US-Ansprüchen auf Grönland entsendet die deutsche Bundeswehr ein Erkundungsteam zur Unterstützung Dänemarks und der Nato in die Arktis.
Newsdesk Heute
14.01.2026, 21:21
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Wegen der Drohungen aus Amerika schickt die deutsche Bundeswehr jetzt ein Erkundungsteam nach Grönland. Dänemark hat dazu eingeladen.

Ziel ist es, gemeinsam mit anderen Nato-Partnern "Rahmenbedingungen für mögliche militärische Beiträge zur Unterstützung Dänemarks bei der Gewährleistung der Sicherheit in der Region zu erkunden", wie das deutsche Verteidigungsministerium am Mittwochabend erklärt hat.

Ein Transportflugzeug bringt am Donnerstag in der Früh 13 Soldaten der Bundeswehr in die grönländische Hauptstadt Nuuk.

Sorgen um die Zukunft der Verteidigungsallianz

US-Präsident Donald Trump hat in den letzten Wochen immer wieder behauptet, Amerika hätte Anspruch auf Grönland. Er begründet das mit Sicherheitsinteressen in der Arktis. Am Dienstag hat er noch einmal betont, Grönland müsse "in den Händen der Vereinigten Staaten liegen" und alles andere sei "inakzeptabel".

Das hat bei den europäischen Nato-Partnern für Unruhe gesorgt. Viele machen sich jetzt Sorgen um die Zukunft der Verteidigungsallianz. Grönland gehört als autonomes Gebiet zu Dänemark, das – wie die USA – Mitglied der Nato ist.

Trump wolle Grönland "erobern"

Der Streit um Grönland geht jedenfalls weiter – auch nach einem knapp einstündigen Krisentreffen in Washington gibt es keine Lösung. Der dänische Außenminister Lars Lökke Rasmussen sagte am Mittwoch nach Gesprächen mit US-Vertretern, Präsident Donald Trump wolle Grönland weiterhin "erobern". Dänemark und die USA hätten bei diesem Thema "unterschiedliche Positionen".

Rasmussen forderte die USA als Nato-Partner zu einer "respektvollen Zusammenarbeit" auf. Eine Übernahme Grönlands durch die USA sei aus seiner Sicht absolut nicht notwendig. Das betonte er gemeinsam mit seiner grönländischen Kollegin Vivian Motzfeld nach einem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio beim Weißen Haus.

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