Bures: So läuft die Parlamentssanierung

Nationalratspräsidentin Doris Bures präsentierte am Dienstag Details zur Parlamentssanierung. Außerdem wurde eine Gesellschaft für das Umbauprojekt gegründet, eine Kooperation zwischen Parlamentsdirektion und Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Ein Meilenstein für den Baubeginn im Sommer 2017.

Drei wichtige Etappen wurden demnach absolviert:


Der vertiefte Vorentwurf zur nachhaltigen Sanierung des Parlamentsgebäudes liege vor
Eine Projektgesellschaft, bestehend aus Parlamentsdirektion und BIG, wurde gegründet
Das Ausschreibungsverfahren zur Errichtung temporärer Pavillons auf dem Heldenplatz bzw. im Bibliothekshof befindet sich bereits in zweiter Stufe.


Die Kosten für die Sanierung der Parlamentsgebäude liegen bei 352,2 Mio. Euro, für Übersiedelung/ Interimslokation 51,4 Mio. Euro. Das sei nach wie vor gewährleistet, stellte die NR-Präsidentin fest.

Neben der nachhaltigen Sanierung des Gebäudes gehe es darum, das Haus weiter zu öffnen, um dem wachsenden Bedürfnis nach Information und Transparenz gerecht zu werden. Zudem sollen die Arbeitssituationen für Abgeordnete und Mitarbeiter auf einen zeitgemäßen Standard gebracht werden. Alles zusammen soll laut Architekt Pálffy durch eine Vielzahl an architektonischen und baulichen Maßnahmen erreicht werden, die aber allesamt im Einklang mit dem Konzept von Theophil Hansen stünden.


Unter der Säulenhalle soll etwa ein großzügiges Besucherzentrum entstehen. Von hier aus wird das Gebäude über zusätzliche Stiegenhäuser und Lifte bis in das komplett neu gestaltete Dachgeschoß hinauf erschlossen.
Der Nationalratssitzungssaal wird flacher und dadurch weitgehend barrierefrei. Zugleich erhält er ein neues Design samt zeitgemäßem Mobilar.
Das Couloir des NR-Saales wird zur Südseite des Gebäudes hin sowie durch Einbauten in zwei Innenhöfe deutlich erweitert.
Als Symbol für Transparenz wird der Plenarsaal nach oben hin geöffnet, indem die Zwischendecke entfernt wird.
Im dadurch entstehenden Dachgeschoßbereich wird ein neuer Rundgang für Besucher geschaffen.
Untersuchungsausschüsse werden in Zukunft unter dem NR-Saal in einem neuen Lokal tagen.
Auch unter dem Bundesversammlungssaal soll ein neues, großes Ausschusslokal entstehen.
Über dem Bundesversammlungssaal sollen zusätzliche Büroflächen geschaffen werden.
Im vollständig sanierungsbedürftigen Dachbereich werden derzeit brachliegende Flächen genutzt. Es sollen Sitzungs- und Büroräume sowie ein auch für die Besucher zugängliches Restaurant entstehen.
Vier Terrassen werden den Besucher neue Blicke auf die Stadt Wien eröffnen.


Vergabeverfahren zu Pavillons in der 2. Stufe

Während der Sanierungsphase werden Nationalrat und Bundesrat im großen Redoutensaal der Hofburg tagen. Dazu gibt es eine Vereinbarung mit der Hofburg, welche die Nutzung von Nebenräumen einschließt.

Um den gesamten Raumbedarf abzudecken, werden auf dem Heldenplatz bzw. im Bibliothekshof drei temporäre Pavillons in Fertigbauweise errichtet. Mit der Errichtung der Fundamente soll im Herbst 2016 begonnen werden, die Pavillons sollen Ende April 2017 bezugsfertig sein. Die beiden Pavillons auf dem Heldenplatz werden die Wiesenflächen zum Volksgarten hin beanspruchen. Der Großteil des Platzes ist nicht betroffen und weiterhin nutzbar. 

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