"Habe dem Täter verziehen"

Burgstaller: "Diese Person hat mir am meisten geholfen"

Guido Burgstaller spricht erstmals über die brutale Attacke in Wien und überrascht mit seiner Versöhnung gegenüber dem Angreifer.
Sport Heute
10.04.2026, 07:55
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Rapid-Kapitän Guido Burgstaller spricht erstmals ausführlich über die brutale Attacke, die ihn im Dezember 2024 schwer verletzte und überrascht diesmal mit versöhnlichen Worten.

Der Vorfall hatte sich vor einem Lokal nahe dem Wiener Heldenplatz ereignet. Ein damals 23-Jähriger attackierte den Fußballer. Laut Ermittlungen schlug der Mann Burgstaller mit der Faust nieder, woraufhin der Rapid-Kapitän unglücklich mit dem Hinterkopf auf dem Boden aufschlug.

Die Folgen waren gravierend: Burgstaller erlitt schwere Verletzungen, verlor zeitweise Geruchs- und Geschmackssinn und klagte über anhaltende Kopfschmerzen. Der Täter stellte sich wenige Tage nach der Tat selbst der Polizei und gab an, sein Opfer nicht gekannt zu haben. Später wurde im März 2025 zu 16 Monaten bedingter Haft verurteilt.

Unterstützung von Hofmann

Trotz dieser brutalen Attacke hat Burgstaller dem Täter mittlerweile verziehen. Im Interview mit dem "Kurier" erklärt er: "Ja, ich habe dem Täter verziehen. Im ersten Strafprozess hab’ ich seine damalige Entschuldigung nicht angenommen, weil sie weder ehrlich noch authentisch gewirkt hat." Erst bei einem späteren Treffen vor dem Zivilgericht habe sich das geändert. "Wir haben uns ausgesprochen, er hat sich noch einmal entschuldigt, und ich habe das dankend angenommen. Jeder Mensch macht Fehler, auch ich."

Ganz ohne Folgen blieb die Attacke jedoch nicht. "Ich brauche als Folge des Schlags eine Brille, aber eigentlich ist alles gut ausgegangen – Geruch und Geschmack sind zurück, auch das Kopfweh ist weg."

In der schwierigen Zeit nach dem Angriff konnte sich Burgstaller vor allem auf sein engstes Umfeld verlassen. Besonders hebt er Rapid-Legende Steffen Hofmann hervor: "Der Steff! Ohne Familie und meine Freundin wäre es nicht gegangen." Hofmann habe ihn regelmäßig im Krankenhaus besucht und intensiv unterstützt. Weniger eng war hingegen das Verhältnis zum damaligen Trainer Robert Klauß. "Wir hatten ein normales, distanziertes Verhältnis. Es muss mit einem Trainer aber auch nicht eng sein." Unterschiedliche Auffassungen habe man jedoch stets professionell behandelt.

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