Man kann nicht mehr schlafen, fühlt sich chronisch überlastet und auch die Beziehungen zu den Mitmenschen leiden. Wenn sich dann noch körperliche Zustände und Depressionen hinzugesellen, könnte die Ursache ein Burnout sein. Doch nicht alle Mythen sollten für bare Münze genommen werden. "Heute.at" klärt auf, was Sie wirklich glauben können.
sein. Doch nicht alle Mythen sollten für bare Münze genommen werden. "Heute.at" klärt auf, was Sie wirklich glauben können.
Ausgebrannt. Wenn ein Wort die Gefühle der Betroffenen beschreiben muss, dann ist es meist ausgebrannt. Obwohl jeder diesen Gefühlsstatus unterschiedlich wahrnimmt, nennen die Patienten doch immer wieder die selben Zustände.
Von beginnender Unruhe und bis zum völligen Zusammenbruch reicht das Spektrum. Auch das Gefühl "neben sich zu stehen" wird oft genannt. Angstzustände treten auf. Man fühlt sich gereizt, dauermüde, depressiv und ängstlich. Auch Aggressionen können die Folge sein.
Diese Symptome sind bei fast allen Betroffenen gleich. Jedoch kursieren immer häufiger Mythen die fälschlicherweise einschüchtern. "Heute.at" sagt Ihnen was Sache ist.
Ein Burnout entsteht durch großen Stress über einen längeren Zeitraum
Das ist richtig. Auch Leistungsdruck, übermäßige Verantwortung und Versagensängste können den Körper an den Rand des Abgrunds treiben. Mobbing und schlechte Bezahlung sind ebenfalls Gründe.
sind ebenso Risikofaktoren. Jeder sieht sich in seinem Job mit Stoßzeiten konfrontiert, wichtig ist allerdings, dass man im Privatleben einen gesunden Ausgleich auf den Stress im Alltag findet.
Es gibt keine Vorbeugung
Das ist absolut falsch. Durch eine gesunde Lebensweise kann dem Burnout gegengewirkt werden. Hierzu zählen eine gesunde Ernährung, viel Schlaf und ein aktiver Lebensstil. Auch gutes Zeitmanagement ist sehr wichtig: Machen Sie sich einen Plan und erledigen sie eine Aufgabe nach der anderen. Lassen Sie sich von unerwarteten Hindernissen nicht aus der Bahn werfen und bleiben Sie ruhig.
Auch die Hobbies dürfen nicht zu kurz kommen. Nehmen Sie sich Zeit für ihre Liebsten und pflegen Sie persönliche Kontakte.
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Hauptsächlich Manager sind betroffen
Auch das ist falsch. Natürlich bringt eine Position im Management mehr Stress mit sich, das heißt allerdings nicht, dass normale Angestellte kein Burnout bekommen können. Nichtsdestoweniger darf nicht unerwähnt bleiben, dass Manager überproportional oft betroffen sind. Zur Risikogruppe zählen auch Kindergärtner, Ärzte und Lehrer sowie sonstige Berufe im Sozial- und Pflegedienst.
Diese Gruppe sieht sich mit unregelmäßigen Arbeitszeiten konfrontiert. Dadurch leidet der Schlaf, was in weiterer Folge in einem Burnout resultieren kann.
Burnout trifft auch Mütter, die nicht Vollzeit arbeiten
Das ist vollkommen richtig. Gerade alleinerziehende Mütter sind in der Hochrisikogruppe. Durch die Doppelbelastung Job und Kind steigt die Gefahr weiter an. Zusätzlich muss auch noch der Haushalt geführt werden.
Mit der selben Situation sehen sich pflegende Angehörige konfrontiert. Durch die mentale Belastung steigt ist hier die Möglichkeit eines Zusammenbruchs üüberproportional hoch.
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Übermäßiger Einsatz im Job fördert die Erkrankung
Richtig, zumindest teilweise. Hier ist zu unterscheiden ob man seinen Job mit Freude ausübt oder nicht. Bekannte Beispiele wie oder IKEA-Gründer Ingvar Kamprad arbeiteten bis ins hohe Alter und trugen keine gesundheitliche Probleme davon. Solche Menschen sind oft selbstständig und sehen ihre Arbeit weniger als Arbeit sondern eher als Berufung.
Anders verhält sich die Situation jedoch bei Menschen, die sich tagtäglich ins Büro schleppen. Wenn hier auch noch massive Überlastung vorkommt, ist der Weg ins Burnout nicht mehr weit. Dann folgt der folgende Zusammenbruch.
behandelt
Ja und nein. Hier kommt es auf den Zeitpunkt an, wann das Burnout erkannt wird. In einem frühen Stadium kann mit Maßnahmen wie Bewegung oder natürlichen Heilungsmethoden Abhilfe geschafft werden.
In schlimmen Fällen kann es sein, dass tatsächlich eine Zeit lang Antidepressiva oder Beruhigungsmittel geschluckt werden müssen. Auch Psychotherapien erwiesen sich in der Vergangenheit als sehr wirkungsvoll. An erster Stelle jedoch sollte nicht die Symptom- sondern vor allem die Ursachenbekämpfung stehen. Wichtig ist hier vor allem, dass der Auslöser im Job beseitigt wird.