Verunglückter rief um Hilfe

Bursch (19) ertrank tragisch – Polizei hat nun Verdacht

Der Schock sitzt noch tief: Am Samstag ertrank ein erst 19-Jähriger im Goldwörther Badesee. Nun scheint geklärt, warum er auf einmal unterging.

Oberösterreich Heute
Bursch (19) ertrank tragisch – Polizei hat nun Verdacht
Diese gelbe Schwimminsel am Goldwörther Badesee wurde dem 19-Jährigen am Samstag zum Verhängnis.
Mike Wolf

Gemütliches Campieren an einem kleinen Badesee in Goldwörth (Bez. Urfahr-Umgebung) endete am Samstag für eine Gruppe aus Linz mit einer großen Tragödie. Ein 19-Jähriger ertrank bei dem Versuch, eine Schwimminsel zu seiner Familie zu bringen.

Das Ziel des jungen Mannes: die gelbe Plattform auf der Mitte des Sees. Mit einem Seil war sie an einem großen Stein am Grund befestigt. Damit seine Angehörigen auf die Insel klettern konnten, löste der junge Mann die Verankerung und hievte den Stein auf die Schwimminsel.

19-Jähriger band sich Abschleppseil um

Schwimmend versuchte er dann, die Plattform ans Ufer zu schieben. Als das nicht gelang, fasste der 19-Jährige einen neuen Plan: die Insel mit einem Abschleppseil ziehen.

19-Jähriger ertrank im Goldwörther Badesee

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    Nur wenige Stunden danach: Am Goldwörther Badesee waren beim <em>"Heute"</em>-Lokalaugenschein deutete nichts auf die Tragödie des vergangenen Tages hin.
    Nur wenige Stunden danach: Am Goldwörther Badesee waren beim "Heute"-Lokalaugenschein deutete nichts auf die Tragödie des vergangenen Tages hin.
    Mike Wolf

    Seine 38-jährige Mutter brachte ihm das Seil aus dem Auto und er band es sich um die Hüfte. Dann schwamm der 19-Jährige noch einmal Richtung Insel. Ungefähr sechs Meter vom Ufer entfernt rief er dann plötzlich um Hilfe.

    Sein Vater und ein weiterer Mann aus der Gruppe versuchten noch, ihn zu erreichen – vergeblich. Der 19-Jährige war bereits untergegangen. Taucher der Feuerwehr konnten den jungen Mann nur mehr tot bergen.

    Lokalaugenschein am Tag danach

    Beim "Heute"-Lokalaugenschein am Sonntag war es am Badesee in Goldwörth trügerisch idyllisch. Schon gegen 10 Uhr genossen einige Besucher den sonnigen Tag. Nur die Anwohner hatten bemerkt, dass es am Samstag einen tödlichen Vorfall gab.

    "Ich habe nur gesehen, wie die Feuerwehr zum See gefahren ist, im Ort habe ich dann auch die Polizei gesehen", erzählte Anrainer Michael H. im Gespräch vor Ort. Was genau passiert ist, hätten sie alle erst am Sonntag erfahren.

    Polizei hat nun Verdacht

    Die Ermittlungen hat die Polizei bereits eingestellt, Fremdverschulden wird ausgeschlossen. Eine Frage beschäftigt allerdings noch immer: Warum ging der 19-Jährige auf einmal unter? Ausgeschlossen ist, dass der junge Mann Nichtschwimmer war, bestätigte die Polizei am Sonntag.

    "Wir gehen davon aus, dass er durch das viele Hin- und Zurückschwimmen einfach erschöpft war", hieß es dann am Montag auf "Heute"-Anfrage. Ob das Abschleppseil etwas mit dem Untergehen des jungen Mannes zu tun gehabt hat, sei weiterhin unbekannt.

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      Screenshot ORF

      Auf den Punkt gebracht

      • Ein 19-jähriger Mann ertrank tragisch, als er versuchte, eine Schwimminsel zu seiner Familie zu bringen
      • Er löste die Verankerung der Insel, hievte einen Stein darauf und versuchte dann, die Insel ans Ufer zu ziehen
      • Beim Schwimmen um die Insel herum rief er plötzlich um Hilfe und ertrank
      • Die Polizei schloss Fremdverschulden aus und vermutet, dass der junge Mann durch Erschöpfung unterging, ob das Abschleppseil eine Rolle spielte, ist jedoch noch unklar
      red
      Akt.