Seit kurzem fährt ein neuer Shuttlebus in Graz auf den eigentlich mit einem absoluten Fahrverbot belegten Schlossberg. Der als Schienenersatzverkehr nur zur Beförderung von mobilitätseingeschränkten Personen während der Sanierung der Schlossbergbahn bewilligte Bus nimmt es mit den Regeln aber offenbar nicht so genau.
Zwischen 9-19 Uhr kann jeder ganz nach Bedarf in den Bus einsteigen, wie ein Leser vor Ort erfuhr. Fahrschein braucht man keinen und Schutzmasken offenbar auch nicht. "Normalerweise ist in den öffentlichen Verkehrsmitteln Maskenpflicht– aber ich sehe das nicht so…", soll der selbst maskenlose Lenker zu einem Fahrgast gesagt haben. "Wenn man ein gewissen Abstand hat, reicht das völlig", soll er erklärt haben.
Die Erklärung: Wie ein Insider im Verdacht hat, diene der Bus nur vordergründig zur Beförderung von Behinderten. "In Wirklichkeit soll er alle Gasthaus-Gäste, solange die Bahn gesperrt ist, direkt zur Schlossberg-Gastronomie befördern", meint der Ortskundige. Das passiere auch. Denn andere Haltestellen habe der Bus gar nicht.
Für den Lenker sei das mit den Masken Ermessungssache und man müsse ein Gefühl dafür entwickeln, wann man eine Maske tragen sollte. Und das in einem Bus der laut Bescheid nur für mobilitätseingeschränkte Personen, die häufig auch zur Risikogruppe von Corona gehören, zugelassen ist. Doch auch am Höhepunkt der Omikron-Welle umkurvt jener Fahrer des Omnibusses maskenlos die Maskenpflicht.