Politik

Buwog 129: Wicki "hat das selbst verbockt"

Ein ehemaliger Bankdirektor lässt den Angeklagten Wicki nicht vom Haken: Der könne das nicht anderen in die Schuhe schieben, was er über das Mandarin-Konto behauptet hat.

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Karl-Heinz Grasser.
Karl-Heinz Grasser.
(Bild: picturedesk.com)

Am Dienstag ging der 129. Buwog-Prozesstag im Großen Schwurgerichtssaal über die Bühne. Wie schon am vorigen Prozesstag gab es harsche Kritik am angeklagten Vermögensberater Norbert Wicki. Die Fehler rund um das Mandarin-Konto bei der Raiffeisen Liechtenstein könne er niemand anderem in die Schuhe schieben, sagte ein Zeuge. 

Selber verbockt

Befragt wurden am Dienstag insgesamt fünf Zeugen aus Liechtenstein, per Videokonferenz. Einer von ihnen war der damalige Bankdirektor der Raiffeisen Bank Liechtenstein, Ludwig R.

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Er sagte zu Wickis Mandarin-Konto: "Das hat er schon selbst verbockt, das mit dem Konto." Warum? Weil Wicki behauptet hatte, die Gelder darauf stammen aus einer Erbschaft seiner Mutter (und erst als die Buwog-Affäre öffentlich wurde, "beichtete" dass das nicht so ist).

Dass Wicki dazu in einem Aktenvermerk behauptet, dass die Raiffeisen Liechtenstein einen Fehler bei der Kontoeröffnung gemacht habe, das bestreitet der R.

"Ganz sicher nicht" hätte man Geschäfte rund um das Mandarin-Konto gemacht, wenn man gewusst hätte, dass der damalige Finanzminister Grasser da involviert war. Das hätte nämlich viel mehr Arbeitsaufwand bedeutet, weil Grasser eine "PEP", eine "politisch exponierte Person" war. Deshalb: "Man macht sich das Leben ja nicht unnötig schwer", so R.