Dortmund plagte sich einmal mehr in einem Bundesliga-Spiel und wirkte weiterhin vor allem offensiv uninspiriert und ideenlos. Wie in den Wochen zuvor reichte es aber wieder einmal zum Sieg – gegen Wolfsburg brachte Stürmer Serhou Guirassy (87.) mit einem späten Treffer den nächsten Dreier im Titelrennen. Zuvor brachte Julian Brandt (38.) den BVB in Führung, ehe Konstantinos Koulierakis (52.) nach dem Seitenwechsel den Ausgleich erzielte. Endstand gegen die Wölfe: 2:1.
Marcel Sabitzer fehlte Trainer Niko Kovac weiterhin verletzungsbedingt, für ihn startete erneut Jobe Bellingham. Dortmund verkürzt den Abstand auf den Tabellenführer aus München zumindest über Nacht auf drei Punkte. Die Wölfe schlittern derweil immer tiefer in die sportliche Krise – mit nur 19 Punkten befindet man sich mitten im Abstiegskampf.
Mainz ist unter Trainer Urs Fischer derweil weiter auf dem Vormarsch und schwer zu bespielen. Das bekam auch Augsburg zu spüren. Das Team rund um die Österreicher Stefan Posch und Philippe Mwene setzte sich gegen die strauchelnden Bayern mit 2:0 durch. Beide Treffer erzielte der deutsche Nationalspieler Nadim Amiri (8., 79.) per Strafstoß. Seit der Übernahme des Schweizers im Dezember verlor Mainz erst ein Spiel, mit dem nächsten Dreier konnte man erstmals seit dem 5. Spieltag die Abstiegszone verlassen und hält nun bei 21 Punkten. Augsburg hat einen Zähler mehr am Konto.
Der Auftakt der Mission Klassenerhalt ist bei Werder Bremen unter dem neuen Trainer Daniel Thioune gegen Freiburg in die Hose gegangen. Obwohl lange in Überzahl, setzte es gegen den Sportclub eine bittere 0:1-Pleite. Jan-Niklas Beste (13.) versaute mit seinem sehenswerten Treffer Thioune das Premieren-Spiel in der deutschen Eliteklasse. Bremen zeigte zwar defensiv eine solide Leistung, offensiv fehlte allerdings selbst nach der Roten Karte für Johan Manzambi (52., nach Videobeweis) die Durchschlagskraft.
Werder stürtzte aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz auf Relegationsplatz 16 ab. Seit elf Partien und damit länger als jeder andere Bundesligist wartet Bremen auf einen Dreier, zuletzt hatte Werder in der Saison 2017/18 eine solche Negativserie. ÖFB-Star Romano Schmid spielte durch, konnte aber keine Akzente setzen. Auf der Gegenseite fehlte Abwehrchef Philipp Lienhart mit einer Bauchverletzung.
Der Hamburger SV hat den 1. FC Heidenheim in der Fußball-Bundesliga mit seinem ersten Auswärtssieg noch tiefer in die Krise geschossen. Die Mannschaft von Merlin Polzin gewann das Kellerduell beim Schlusslicht mit 2:0 und landete im engen Abstiegskampf nach dem jüngsten Überraschungscoup gegen den FC Bayern einen wichtigen Erfolg.
Und auch aus dem Kiez gibt es ein Lebenszeichen: Der FC St. Pauli hat seinen ersten Dreier in diesem Kalenderjahr eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin gewann ihr Heimspiel gegen den Champions-League-Anwärter VfB Stuttgart nach einer leidenschaftlichen Vorstellung verdient mit 2:1 und feierte drei Big Points im Abstiegskampf.