Politik

Neonazi-Security 2016 aus Bundesheer entlassen

Heute Redaktion
13.09.2021, 18:52

Jener rechtsextreme Security-Mitarbeiter, der auch beim BVT-Ausschuss im Dienst war, ist 2016 wegen Rechtsextremismus aus dem Bundesheer entlassen worden.

Trotz Verbindungen ins Neonazi-Milieu durfte ein Mitarbeiter der privaten Sicherheitsfirma G4S Dienst im Parlament verrichten und sogar beim U-Ausschuss zur BVT-Causa anwesend sein. Nun enthüllte das "Profil", dass der Mann wegen seines rechtsextremen Hintergrunds offenbar 2016 aus dem Bundesheer ausgeschlossen wurde.

Laut den "Profil"-Recherchen war der Mann vor rund zwei Jahren, damals noch als Milizsoldat, ins Visier des Abwehramtes des Österreichischen Bundesheeres geraten und wegen seiner rechtsextremen Kontakte dauerhaft aus dem Milizdienst ausgeschlossen worden.

Dessen ungeachtet konnte er ab Februar 2018 als Security im Parlament anheuern, ehe er ab September unter anderem auch für die laufenden Untersuchungsausschüsse zu den Causen BVT und Eurofighter abgestellt war.

Verrichtete Assistenzeinsatz an der Grenze

Laut seinem Lebenslauf durchlief er als Unteroffiziersanwärter zwischen 2012 und 2013 beim Bundesheer den einjährigen Ausbildungsdienst; im November 2015 rückte er dann in Kärnten ein, um das Stabsbataillon 7 beim Assistenzeinsatz an der Staatsgrenze zu verstärken – "Grenzsicherung" und "Ordnungsdienst" vermerkte er dazu im Lebenslauf.

Spätestens im März 2016 wurde er aber abgezogen, nachdem das Abwehramt auf ihn und seine Verbindungen ins Neonazi-Milieu in Österreich und Deutschland aufmerksam geworden war. Er wurde aus der Miliz in den sogenannten Reserve-Stand ("Entorderung") versetzt und zugleich mit einem unbefristeten "Sperrvermerk" belegt.

Das bedeutet, dass er nicht nur seine Uniform abgeben musste, er wurde darüber hinaus auch von allen künftigen militärischen Aufgaben und Dienstleistungen ausgeschlossen.

Überblick verloren? Das müssen Sie über die BVT-Causa wissen:

(red)

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